T-Mobil: Internet per Handy mit 40.000 bps - DER SPIEGEL
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T-Mobil Internet per Handy mit 40.000 bps

Die Telekom-Tochter T-Mobil führt nach eigenen Angaben als weltweit erster Netzbetreiber die schnelle mobile Datenübertragungstechnik GPRS ein. Der Start soll noch in dieser Woche erfolgen.
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Bonn - GPRS (General Packet Radio Service) beschleunigt die Datenübertragung per Handy von bisher 9600 Bit pro Sekunde (bps) auf zunächst 40.000 bps. Später seien rund 100.000 bps möglich, erklärte die Telekom. Somit ist der Internetzugang per Handy und Laptop künftig annähernd mit ISDN-Geschwindigkeit möglich. Bei ISDN beträgt die normale Datenrate 64.000 Bit pro Sekunde. Schnellere mobile Datenübertragung wird frühestens in zwei bis drei Jahren mit der Einführung von UMTS möglich.

Eine breite Vermarktung der Technik sei laut T-Mobil aber erst ab September geplant. Über Preise und die erforderlichen Geräte konnte T-Mobil auf Nachfrage am Dienstag noch keine Angaben machen.

Das Netz T-D1 versorgt zunächst rund 70 Prozent der Fläche Deutschlands mit GPRS. Im Spätsommer soll das schnelle Netz bundesweit zur Verfügung stehen. T-Mobil hat nach eigenen Angaben innerhalb von zwei Jahren 300 Millionen Mark in die Aufrüstung des D1-Netzes investiert. Etwa drei Milliarden Mark gingen in den Jahren 1999 und 2000 insgesamt in den Ausbau des Netzes von 17.000 auf 39.000 Funkzellen. Inzwischen versorge T-D1 mehr als 13 Millionen Kunden.

Verbunden mit GPRS führt T-Mobil neue Abrechnungsmöglichkeiten ein. Wie das Unternehmen mitteilte, können die Kunden künftig nach Datenmenge statt nach Zeit abrechnen. Das sei gerade für die Entwicklung von mobilen Multimediadiensten von großer Bedeutung. Einzelheiten wurden auch dazu noch nicht genannt.

Hauptkonkurrent Mannesmann Mobilfunk will für sein D2-Netz in Kürze ebenfalls die GPRS-Technik auf den Markt bringen.