Techno-Rausch II: Es ist angerichtet - DER SPIEGEL
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Techno-Rausch II Es ist angerichtet

In Hannover füllen sich die Hallen, die Uhr tickt. Heute morgen öffnen sich offiziell die Tore zur großen Stampede - noch ist Zeit, die mehrere Quadratmeter großen Mobiltelefone zu putzen, die Böden zu saugen. Erste Stimmungsbilder von der Cebit 2002.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Heute ist der letzte Tag, an dem man noch weithin hört, wenn etwas hinfällt, irgendwo jemand hustet oder sich den Finger in der Tür einklemmt. Spätestens am Mittwochvormittag weichen all die Geräusche von Hämmern, Akkuschraubern, von Staubsaugern und summenden Gabelstaplern dem weich wabernden Wummern, das nur Menschen machen können - viele Menschen.

Denn am 13. März schlägt die Stunde der Wahrheit: Wieder werden sich Massen durch die Gänge wälzen, werden sich bis zum 20. März täglich Zehntausende von Augenpaaren ansehen, was die Industrie da an angeblichen und echten Innovationen zu bieten hat.

Kein Brett: Am Sony-Stand ist man schon jetzt von Kopf bis Fuß auf "Produkt-Präse" eingestellt (hier ein Clie NR70V)

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Foto: DPA
Bilderrätsel: Um was geht es wohl an dem Messestand mit dieser variantenreichen Deko? Ein Tipp: Die junge Frau macht's vor...

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Foto: DPA
Als Tapete ungeeignet: Was im eigenen Wohnzimmer eher Schreikrämpfe verursachen würde, soll bei der Telekom AG die Besucher schreckfrei und interessiert erstarren lassen

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Foto: REUTERS






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Zwar rechnet die Messeleitung offiziell damit, dass die Besucherzahlen in diesem Jahr erstmals seit 1995 rückläufig sein könnten. Ob das vor Ort zu bemerken ist, dürfte aber fraglich sein: Im letzten Jahr konkurrierten rund 850.000 Besucher um Weißwürste, Bonbons am Stand und den besten Blick aufs Ausgelegte.

Als wie "eng" man die Cebit empfindet, ist nicht zuletzt davon abhängig, wie gut den Veranstaltern die Abwicklung des organisierten Chaos gelingt. So empfanden viele die Cebit 2000 mit "nur" 782.000 Besuchern als höllisch - während die letztjährige, durch die vorhergegangene Expo kräftig angewachsene Cebit ganz vorhöllisch verlief.

Und vielleicht hat die Messeleitung ja auch von Bayern München gelernt: Die granteln sich ja auch gern in letzter Minute an die Spitze. Immerhin läuft die Cebit in diesem Jahr wieder acht Tage - das ist ein Messetag mehr als in den letzten Jahren.

Beseitigung letzter Zweifel: Alexander Klaus checkt noch mal durch, ob bei Quam auch alles läuft

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Foto: AP
Sauber, sauber: Hightech-Versprechungen treffen auf konventionelle Bodenreinigungsmethoden. Ein "Dyson" hätte spaciger gewirkt

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Foto: DDP
Schau mal, was ich habe: In diesem Handy (Siemens M50) steckt Java. Das ist intelligent und erweitert das Virenrisiko endlich auch auf Handys - was wiederum die Hersteller entsprechender Software freut

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Foto: DPA






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Schon jetzt kann von einer Ruhe vor dem Sturm schon keine Rede mehr sein: Es wird gewerkt und gemacht, ausgepackt, präpariert und präsentiert - denn schon tummeln sich erste Branchengrößen vor Ort, um in der relativen Ruhe vor dem Messestart schnell noch ein paar Unternehmensmeldungen in die Öffentlichkeit zu drücken - denn auch in dieser Hinsicht geht ab Mittwoch so einiges im "Rauschen" unter.

Da jagt eine Pressekonferenz die andere, die Unternehmen trommeln, was das Zeug hält - und für VIPs wie "Fußvolk" beginnt die Jagd nach den so begehrten Karten und Einladungen für die diversen Partys und After-Messe-Events.
Same procedure as last year?
Same procedure as every year...

Da ist kein Film drin: Und zwar nie. In den kleinen Originalen stecken aber auch keine Arbeiter, sondern digitale Speichermedien

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Foto: DPA
Mein Assistent telefoniert gerade: Mit Handhelds wie dem Jornada 928 WDA verschmelzen PDA und Handy - einer der Haupttrends der Cebit

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Foto: REUTERS
"Franklin": Wer ein Ding solcher Größe hat, braucht einen "Personal Assistent" (rechts im Bild). Zum Glück sind die Originale deutlich kleiner

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Foto: DDP






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Frank Patalong

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