Telekommunikationskosten: Fast alles ist billiger - DER SPIEGEL
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Telekommunikationskosten Fast alles ist billiger

Seit Einführung des Teuro unterscheidet der gemeine Deutsche die tatsächliche und gefühlte Inflationrate. Letztere, versichert das Statistische Bundesamt eins ums andere Mal, ist stets höher als die in der Realität gemessene Preissteigerung - zumal man da mitunter über einen Preisverfall redet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Von Monat zu Monat fällt es nicht weiter auf, doch vergleicht man die Preise für Telekommunikation mit ihrem Niveau im Vorjahr, ergibt sich ein klares Bild: Fast alles, was Handy, Telefon und Internet angeht, wird immer billiger. Das Statistische Bundesamt weiß es sogar ganz genau, vergleicht die Preisniveaus laufender Monate mit dem jeweiligen Vergleichsmonat des Vorjahres.

Und das kommt aktuell dabei heraus: Insbesondere Telefonate mit dem Handy werden immer billiger - Preisdruck durch Billiganbieter sei Dank. Im März lagen die Preise für das Mobiltelefonieren um satte 11,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise dagegen nur um 0,4 Prozent.

Auch das Surfen im Web ist mit einem um 5,5 Prozent gesunkenen Durchschnittspreis deutlich billiger als im Vorjahr. Dass sich trotzdem insgesamt nur eine Absenkung des Preisindex für Telekommunikationsdienstleistungen um drei Prozent ergibt, liegt dagegen an der Festnetz-Telefonie: In diesem Segment gibt es allenfalls kosmetische Veränderungen.

 So sanken zwar die Preise für Gespräche vom Festnetz in die Mobilfunknetze und Auslandsgespräche um 1,9 beziehungsweise 0,4 Prozent, gleichzeitig aber verteuerten sich die weit wichtigeren Ortsgespräche und Inlandsferngespräche um 0,4 beziehungsweise 0,9 Prozent. Auf sie entfällt aber das Gros der Telefonkosten. Kaum mehr erwähnen muss man, dass die Anschlusskosten und Grundgebühren so statisch sind, als seien sie zementiert: Da tut sich seit langem gar nichts.

pat

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