Teures Fernsehen: Telekom startet IPTV - DER SPIEGEL
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Teures Fernsehen Telekom startet IPTV

Die Deutsche Telekom wird einem Zeitungsbericht zufolge in der kommenden Woche ihr Internet-TV-Angebot starten. Der Preis für das Komplettpaket mit Telefon und Internet soll über 100 Euro pro Monat liegen. Die Wettbewerber bemühen sich unterdessen um ein Stück vom Kuchen.
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Ursprünglich sollte das internetbasierte Fernsehangebot im Sommer starten, parallel zum Bundesligabeginn. Es gab dann eine Art abgespeckten Start - mit höchst begrenztem Erfolg. Knapp über 40 zahlende Zuschauer soll die erste Ausstrahlung im Netz gehabt haben. Nun, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD), soll es aber ernst werden: Am 17. Oktober werde das Angebot, ein Paket mit dem Namen "T-Home", das Fernsehen, Internet und Telefon vereint, verfügbar sein. Für einen saftigen Preis - 110 Euro pro Monat soll "T-Home" laut der FTD kosten. Etwa 140 Euro sollen fällig werden, wenn der Kunde zusätzliche Kanäle und Bundesliga-Übertragungen abonniert.

In Hamburg bietet Konkurrent Hansenet bereits eine sogenannte Triple-Play-Lösung an, und auch die deutschen Kabelnetzbetreiber bieten inzwischen Telefonie, Fernsehen und Internet aus einem Kabel an.

Verzögerungen hatte es beim Telekom-Angebot wegen Streitigkeiten um Ausstrahlungsrechte gegeben, und angeblich auch wegen Problemen mit der zugrundeliegenden Software, die aus dem Hause Microsoft stammt. Diese sollen inzwischen aber ausgeräumt sein.

Inzwischen habe die Telekom auch Verträge mit all jenen geschlossen, deren Inhalte künftig durch die Netzkabel auf heimische Fernseher transportiert werden sollen. Einzig der Disney-Konzern sträube sich noch, so die FTD. Allein für die Bundesligarechte bezahlt die Telekom 50 Millionen Euro pro Jahr. Verfügbar ist das Angebot zunächst nur dort, wo es auch schon das schnelle Glasfasernetz VDSL gibt - bislang in Hamburg, München und Berlin.

Genau in dieses schnelle Netz möchten auch die Konkurrenten der Telekom gern - und nun prüfen sie rechtliche Schritte. Die Mitglieder des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (Breko), allen voran Arcor, wollen gerne Teile der VDSL-Infrakstruktur mitbenutzen, die Telekom wehrt sich dagegen, weil sie für ihre Pionierarbeit mit Exklusivität belohnt werden möchte.

Arcor hat am vergangenen Freitag bei der Bundesnetzagentur beantragt, die VDSL-Kabelverzweiger (KVZ) der Telekom zur Unterbringung eigener VDSL-Technik sowie Kabel-Leerrohre und Glasfasern mitbenutzen zu können. Nach Breko-Angaben denken andere Mitglieder über ähnliche Anträge nach. Breko-Geschäftsführer Rainer Lüddemann wies darauf hin, dass die Verbandsmitglieder eine angemessene finanzielle Beteilung am Ausbau anböten.

cis/dpa/AFX

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