Traumhaft: Wohnen 2040 - DER SPIEGEL
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Traumhaft Wohnen 2040

Pünktlich zum neuen Jahrtausend halluzinierten die Macher der Zeitschrift "Schöner Wohnen" ihre Vision vom Haus der Zukunft. Darin wird nichts bleiben, wie es war - jedenfalls nicht lang: Ex und hopp ist die Devise, ständige Veränderung. Die Visionen schwanken zwischen schrillen, virtuellen Einrichtungselementen und "Zen-Häusern" aus umweltverträglichen Materialien.
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Die Deutschen können im Jahr 2040 nach einer Studie, die die Zeitschrift "Schöner Wohnen" beim Hamburger Trendbüro  in Auftrag gab, ihre Möbel wie modische Kleidung jedes Jahr wechseln und alte Sessel und Sofas auf den Müll werfen. Inneneinrichtungen würden dann von Designern für jede Saison neu entworfen und kämen als Billigware aus dem Supermarkt, sagte der Verlagsleiter der Zeitschrift, Werner Beba, bei der Vorstellung der Untersuchung am Mittwoch in Hamburg.

Als weiteren Trend prophezeite die Studie eine Wende zum "halluzinogenen Haus". Darin sei von der Farbe der Wände bis zum Ausblick aus dem Fenster alles steuerbar und nichts mehr echt. "Töne, Düfte und Bilder im Wohnbereich sind eine Frage der Programmierung", erklärte Beba.

In der Hightech-Variante des Hauses werde eine Symbiose von Mensch und Gebäude angestrebt. Dort solle es an nichts fehlen, vom simulierten Mitbewohner, mit dem auch gesprochen werden könne, bis zu virtuellen Kindern oder Großeltern, blickte Beba in die Zukunft. Auch Kultfilme und Helden der Leinwand fänden Eingang in die Wohnkultur. Raumschiff-inspirierte Inneneinrichtungen aus Zukunftsserien bis hin zu Design aus dem Disneyland seien denkbar.

Zu jedem Trend in der Wohnkultur entwickelt sich laut Studie auch immer eine Gegenströmung. Im so genannten Zen-Haus würden alternative Wohnkonzepte auftauchen, die auf spartanische Einrichtungen zurückgriffen. Auch das ökologische Bewusstsein bahne sich verstärkt einen Weg in die Wohnkultur. Dabei werde eine harmonische Verbindung von Technik und natürlichen Materialien angestrebt. Auch hier regele ein Computer automatisch die Raumtemperatur.

Allerdings würden gesündere Baustoffe wie Holz, Lehm, Hanf und Naturstein wieder verwendet. Ein kleines Solarkraftwerk mache die Wohnung zudem unabhängig vom Stromnetz. Die Studie wurde anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Zeitschrift beim Trendbüro in Hamburg in Auftrag gegeben.