Traxdata "mStation": Mega-Musik-Maschine - DER SPIEGEL
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Traxdata "mStation" Mega-Musik-Maschine

Gute Nachrichten für Musik-Freaks, die sich schon immer gefragt haben, wie sie ihre 3000 Lieblingsstücke im Auto vorhalten könnten. mStation, ein MP3-Modul fürs Auto, macht's möglich: Mit majestätischen zehn Gigabyte Speicherkapazität.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Stereo-Affinados aller Länder, goldene Zeiten brechen an: Zur Cebit stellt Traxdata, bis dato vor allem für preiswerte CD-R und RW-Brenner bekannt, ein MP3-Modul für das Auto vor, auf dem sich bis zu 3000 Musikstücke verewigen lassen sollen.

Das ist eine satte Ladung.

Die "mStation" kommt daher wie ein sturznormales Autoradio. Optisch eher langweilig, hat sie technisch so einiges zu bieten: Im Grunde genommen ist die mStation nicht mehr als ein MP3-Player - allerdings einer mit einer zehn GB-Festplatte und Schnittstellen für PC und Autoradio.

Befüttert wird der Player über den PC: Wie weiland eine Wechselfestplatte führt man das Gerät in eine Schublade am Rechner ein. Im Auto wird die mStation entweder über RCA-Outputs oder aber über die Kopfhörer-Cinch-Verbindung mit der Stereoanlage verbunden - wohl dem, der dann noch die passende PA im Auto hat.

Der immer etwas abgespeckte MP3-Sound wird über einen integrierten Equalizer aufgehübscht, der verschiedene Standard-Klangbilder für Rock, Pop und Jazz vorhält. Darüber hinaus ist Raum für ein User-definiertes Klangbild und die Default-Einstellung "Normal" - was auch immer das sein mag.

Was nun noch fehlen mag, ist eine Musiksammlung, die groß genug wäre, das Ding überhaupt zu füllen - und eventuell auch das nötige Kleingeld. Denn mit voraussichtlich rund 1600 Mark ist die mobile Musikbox bisher wohl kaum Aldi-tauglich.

Doch das - so lehrt die Erfahrung - mag sich schnell ändern. Die mStation ist die erste ihrer Art, andere werden folgen - und dann auch schnell der Preisrutsch. Bleibt die Frage, ob so viel Hochleistung nicht ein wenig zu viel des Guten war: Oder plant Traxdata vielleicht schon die auch preislich bescheidener dimensionierte mStation mit - sagen wir einmal - "nur" 500 Stücken Kapazität? Reichen würde auch das: Man muss schon eine ziemlich exzessive Urlaubsfahrt planen, um das alles durchzuhören.

So beeindruckend die technischen Daten auch sein mögen, die mStation scheint ein viel versprechendes, aber überdimensioniert wirkendes Gerät zu sein. Dennoch: der bisher eleganteste und konsequenteste Versuch, die Vorteile von MP3 auch auf die Straße zu bringen. Vom Konzept mStation wird man noch hören.

Frank Patalong

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