Update Mehr XP für Windows
Die regelmäßige Aktualisierung von Programmen mit so genannten Service-Packs hat bei Microsoft Tradition. Erst vor kurzem erschien das dritte Update-Paket für Windows 2000, einem XP-Vorgänger. Nun ist auch das jüngste Kind in der Microsoft-Familie fällig: In erster Linie soll das Pogrammpaket Windows XP sicherer machen, so der Hersteller Microsoft. Der Nutzer solle nun auch die Möglichkeit haben, bestimmte Teile des Programms zu entfernen. In dem neuen Service-Paket seien weiterhin auch alle bis dato veröffentlichten Aktualisierungen zur Behebung von Fehlern und Sicherheitslücken enthalten. Zu beziehen sein wird dieses Service-Paket als Download im Internet und auch eine CD-ROM Bestellung wird angeboten.
Die Betonung des Sicherheitsaspektes im Hause Microsoft dient auch der Schadensbegrenzung: In den vergangenen Jahren war der Branchenriese in die Kritik geraten, da immer wieder zum Teil massive Sicherheitsmängel in Softwarepaketen des Herstellers bekannt wurden. Als Konsequenz startete die Firma Anfang 2002 eine eigene Initiative für mehr Sicherheit in der Computertechnik: Nach Angaben von Unternehmensgründer Bill Gates sind bislang rund 100 Millionen Dollar hierfür investiert worden. Das angekündigte Service-Pack für Windows XP enthalte alle aus der Initiative hervorgegangen Entwicklungen.
Microsoft stopft das größte Sicherheitsleck
Nach der Aktualisierung von Windows XP sollen Computerhersteller und Nutzer in der Lage sein, auf Wunsch den bislang fest in Windows XP integrierten Internet Explorer gegen einen Konkurrenz-Browser eines anderen Anbieters auszutauschen: Zynische Zeitgenossen werden anmerken, dass damit das größte aller Sicherheitsprobleme endlich erledigt sei.
Auch soll das Update dafür sorgen, dass die Entfernung angeblicher Systembestandteile wie des Windows Media Player möglich wird. Microsoft kommt damit einer Vereinbarung nach, die die Firma mit dem US-Justizministerium und mehreren US-Bundesstaaten getroffen hat. Der Unterzeichnung war ein langes Kartellverfahren gegen Microsoft vorausgegangen.
In einigen Computerzeitschriften wurden bereits Vorabversionen des Service- Packs getestet. Danach stehen dem Käufer auch einige Funktionserweiterungen von Windows zur Verfügung: Dazu zähle die Unterstützung eines neuen Standards für USB-Anschlüsse, mit dem Daten zwischen PC und Geräten wie zum Beispiel Digitalkameras erheblich schneller als bislang ausgetauscht werden können.
Über einen mangelnden Absatz des bald erscheinenden Service-Packs wird sich Microsoft nicht beklagen dürfen: Nach eigenen Angaben verkaufte der weltgrößte Softwareproduzent bis Ende Juni 2002 rund 46 Millionen Lizenzen des Ende 2001 erschienen Windows XP.