USA Computerpionier Hewlett ist tot
Palo Alto/USA - Hewlett sei im Kreise seiner Familie eines natürlichen Todes gestorben, hieß es bei Hewlett Packard. Mit ein paar hundert Dollar begannen Hewlett und Packard in einer Garage im kalifornischen Palo Alto ihr Unternehmen. Die Firma spezialisierte sich zunächst auf elektronische Test- und Messgeräte und stieg in den siebziger Jahren ins Computergeschäft ein. Sie entwickelte sich schließlich zu einem Weltkonzern mit mehr als 100.000 Mitarbeitern und 49 Milliarden Dollar Umsatz.
Hewlett arbeitete bis 1987 in seinem Unternehmen mit und übertraf sein anfängliches Ziel, "alles zu tun, um einen Nickel (Fünfcentstück) zu verdienen", um das Millionenfache. Das "Forbes"-Magazin führte ihn im vergangenen Jahr in der Liste der reichsten Amerikaner an 26. Stelle mit einem geschätzten Vermögen von neun Milliarden Dollar.
Neben seiner technischen Begabung war der Computerpionier vor allem für seine freundliche Art bekannt. "Ich bin besonders stolz auf die gute Zusammenarbeit mit unseren Angestellten, mit denen wir den Profit der Firma teilen", sagte Hewlett 1987, als er von seinem Posten als Vizepräsident in den Ruhestand trat. Mit seinem Partner war er sich in der Führungsstrategie einig. Sie verzichteten auf eine strenge Hierarchie und setzten auf die Kreativität und das Vertrauen ihrer Angestellten. Hewlett war auch ein großzügiger Spender, der viele soziale und humanitäre Projekte mit Millionenbeträgen unterstützte.
Das erste erfolgreiche Produkt von Hewlett-Packard war ein Tonmessgerät, das von Walt Disney für den Film "Fantasia" verwendet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Firma schnell und wurde zum führenden Hersteller von elektronischen Geräten, wissenschaftlichen Instrumenten, Rechnern, Druckern und Computern.
Die Aktien von Hewlett-Packard (HP) schlossen am Freitag an der Wall Street mit einem Verlust von 5,21 Prozent bei 30,68 Dollar. Das Unternehmen hatte am Vortag nach Börsenschluss mitgeteilt, dass der Gewinn je Aktie im ersten Quartal 35 bis 40 Cent betragen werde. Analysten hatten 42 Cent erwartet. HP begründete dies mit dem schlechter gewordenen Umfeld durch die abkühlende Konjunktur und der rückläufigen Nachfrage.