User-Protest Steve Jobs im Fadenkreuz
London - Eigentlich wollte Jobs auf der Ausstellung in Paris am 13. September eine Lobeshymne auf sein Unternehmen halten, doch eine "Guerrilla Group" wolle ein "Expo Protest Team" in die französische Hauptstadt schicken und die Rede massiv stören, meldet "Wired News". Die Protestler wollen sich unter das Publikum mischen und eine alternative Ansprache halten. Nun ist aber anzunehmen, dass der Apple-Chef sich nicht gerne ins Wort fallen lässt und die unzufriedenen Mac-User aus dem Saal werfen lässt. Aber auch dafür sei vorgesorgt, zitiert "Wired News" aus einer E-Mail. Immer wenn ein Mitglied hinausgeworfen werde, stehe das nächste auf und setze die Prostestrede an der Stelle fort, an der das vorherige abrechen musste. Man habe genügend Leute unter den Zuhörern, um die Klagen vollständig zu Gehör zu bringen, versichert die "Guerrilla Group" in ihrem Schreiben.
Die Mac-User werfen Jobs vor, dass er und seine Firma arrogant geworden seien und die Kunden-Loyalität in den vergangenen "schwarzen Jahren" nicht würdige. Außerdem seien sie verstimmt, weil Apple gegen so genannte Klatsch-Sites im Internet gerichtlich vorgehe, die über Mac-Entwicklungen und Projekte vorab spekulieren. Apple müsse sich darüber im Klaren sein, dass es eine besondere Stellung im Computermarkt einnehme, zitiert "Wired News" aus der E-Mail. Die Kunden seien gleichzeitig Fans. Immerhin versprach die "Guerrilla Group" einen friedlichen Protest: "Es werde nicht mit faulen Äpfeln geworfen."