Vermarktungstochter Mozilla steigt ins Business ein
Trotz eines kommerziellen Ablegers werde sich nichts an der bisherigen Philosophie ändern, teilte die Mozilla Foundation mit. Der Browser Firefox und der E-Mail-Client Thunderbird sollten weiterhin kostenlos und unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden.
Die Foundation erklärte, mit Hilfe der Mozilla Corporation solle die Verbreitung von Firefox noch erhöht werden. Der Browser wurde bislang 75 Millionen Mal heruntergeladen; Schätzungen zufolge soll sein Anteil am Browsermarkt bei zehn Prozent liegen.
Die kommerzielle Tochterfirma solle unter anderem Support gegen Bezahlung anbieten, ein Service, der vor allem Firmen ansprechen könnte. Der Browser Firefox könnte unter anderem davon profitieren, dass Microsoft seinen neuen Internet Explorer 7 nur für Windows XP und das kommmende System Windows Vista anbietet, nicht jedoch für ältere Windowsversionen wie 2000. Viele Firmen setzen jedoch bis heute Windows 2000 ein - mit Firefox stünde ein moderner und vor allem im Vergleich zum Explorer 6 sicherer Browser zur Verfügung.
Der Großteil der bisher bei der Mozilla Foundation beschäftigten Mitarbeiter wird zu der neuen Tochterfirma wechseln. Mitchell Baker, ehemals Anwältin von Netscape und frühere Präsidentin der Stiftung, soll die Firma leiten. Sie sagte der "New York Times", ein Börsengang des Unternehmens sei nicht geplant. Man könne die Tatsache jedoch nicht ignorieren, dass Firefox eine wertvolle Marke geworden sei. "Unser Hauptziel ist ein offenes Internet", beonte sie.
Die Mozilla Corporation soll die Verteilung von Firefox und Thunderbird übernehmen. Die Foundation werde keine separaten Versionen der Programme veröffentlichen, heiß es.