VIAG Interkom: Mit dem Handy an die Börse - DER SPIEGEL
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VIAG Interkom Mit dem Handy an die Börse

Bankgeschäfte am Baggersee: Ab April bietet VIAG Interkom die mobile Abwicklung von Wertpapierkäufen übers Handy an. WAP macht's möglich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hannover - Wie der Mobilfunkbetreiber auf der Cebit bekannt gab, kann zunächst übers Handy mit Aktien gehandelt, Börsenkurse eingesehen und der Kontostand abgefragt werden. Auch kann der Kunde laut Pressemitteilung Stopp- und Zielkurse für ausgewählte Aktien definieren. Sobald eines der beiden Limits erreicht wird, erhält er automatisch eine SMS-Nachricht.

Weitere Anwendungen wie Transaktionen für den Zahlungsverkehr oder das Auffüllen elektronischer Geldbörsen sind geplant. Bei seinen Banking-Aktivitäten arbeitet der E2-Netzbetreiber VIAG Interkom mit der Onlinebank 1822direkt zusammen, einer Tochter der Frankfurter Sparkasse.

Um das Angebot in Anspruch zu nehmen, werden ein Konto bei der 1822direkt und ein WAP-fähiges Handy oder ein entsprechender Organizer benötigt. Eine Anmeldung ist laut VIAG Interkom nicht erforderlich. Über die WAP-Gebühren von 0,39 Mark pro Minute hinaus sollen keine weiteren Kosten anfallen.

Wie Maximilian Ardelt, Vorstandsvorsitzender der VIAG Interkom, auf der Cebit bekannt gab, rechnet der Konzern damit, die Zahl seiner Mobilfunkkunden im laufenden Jahr auf gut drei Millionen zu verdreifachen. Einschließlich Österreich und der Schweiz werde damit die Zahl von fünf Millionen Kunden überschritten.

Ein Schwerpunkt liege 2000 neben dem Mobilfunkwachstum im zügigen Ausbau des Wireless Local Loop Netzes für Geschäftskunden. Hier werde VIAG Interkom einen "breitbandigen drahtlosen Ortsnetzzugang" realisieren.

Gleichzeitig hat VIAG Interkom seine Umsatzprognose für das Jahr 2006 kräftig angehoben. Wie Ardelt in Hannover sagte, werde nun ein Umsatz von 15 Milliarden Mark erwartet. Zuvor lagen die Umsatzplanungen bei zehn Milliarden Mark. Zudem bekräftigte Ardelt die Einschätzung, im laufenden Jahr einen Umsatz von drei Milliarden Mark zu erreichen. Weitere 2000 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.