Viren-Alarm: "Bugbear" geistert immer noch herum - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Viren-Alarm "Bugbear" geistert immer noch herum

In der Debatte über das Super-Virus "Bugbear" hat sich jetzt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu Wort gemeldet. Demnach ist die Gefahr noch nicht gebannt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Laut Michael Dickopf vom BSI müssen deutsche User zwar keine Infektionswelle befürchten, doch das "Schreckgespenst" ("Bugbear") könne immer noch auf dem Daten-Highway lauern.

Grundsätzlich gefährdet seien Windows-Rechner, aber das Risiko, dass der Massenmailer-Wurm deutsche Versionen befalle, sei von "mittlerer" Größe, so das Bundesamt. Schlechter sehe es für englische Windows-Versionen aus, bei ihnen sei das Risiko hoch. Die Sprache habe möglicherweise deutsche PCs bisher vor größerem Unheil verschont, so Dickopf: Ein bestimmter Befehl, der "Bugbear" vom Schreckgespenst zur Höllengestalt werden lässt, gebe es nur in der englischen Version, so dass die meisten deutschen Computerbesitzer davon nicht betroffen seien.

Völlige Entwarnung könne man dennoch nicht geben, da das Virus sich auch über das Adressbuch weiter verteilen könne, so der BSI-Experte. Der dringliche Rat: Die Antivirensoftware immer auf den neuesten Stand bringen. Um bestehende Sicherheitslücken zu stopfen, bietet Microsoft entsprechende Patches an, die, so der Rat des BSI, sich auch die User zulegen sollten, die ihre Antivirenprogramme regelmäßig aktualisieren.

"Bugbear" vermehrt sich per E-Mail, indem es eine Sicherheitslücke in Microsoft Outlook und Outlook Express nutzt. Sobald die Post gelesen wird, aktiviert sich das Virus. Erkennen kann man "Bugbear" an der englischsprachigen Betreffzeile wie "bad news", "click on this" oder "free shipping".

Vor einer Woche war der vermutlich aus Malaysia stammende "Wurm" erstmals in Australien aufgetreten, von wo aus er sich nach Asien, USA und Europa ausbreitete.

Mehr lesen über