Virus MyDoom bremst Suchmaschinen
New York - Das MyDoom-Original hatte Ende Januar Millionen von Rechnern infiziert. Die aktuelle Variante löst bei Internet-Suchmaschinen automatische Anfragen nach E-Mail-Adressen aus. Diese Anfragen von mehreren tausend infizierten Computern weltweit führten zu einer ungewöhnlich starken Belastung der Suchmaschinen. Sprecher von Lycos und Yahoo erklärten am Montag, es seien technische Maßnahmen gegen das Problem ergriffen worden.
Wie die meisten Computer-Viren wird auch die jüngste MyDoom-Variante als Datei-Anhang von E-Mails verschickt und aktiviert, wenn der Empfänger die Datei öffnet. Der Virus durchsucht dann den befallenen Computer nach weiteren E-Mail-Adressen, an die er sich weiterverschickt. Anders als die früheren Varianten speist er aber alle auf dem Computer gefundenen Domain-Namen in Suchmaschinen ein, um weitere E-Mail-Adressen mit derselben Domain ausfindig zu machen. Der Virus macht sich damit ein bislang vor allem von Spamern angewandtes Verfahren zu Nutze.