Volltext-Suche: Google integriert Buchtexte in seine Suchmaschine - DER SPIEGEL
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Volltext-Suche Google integriert Buchtexte in seine Suchmaschine

Amazon machte den Anfang - nun lässt auch Google seine Benutzer testweise in Büchern stöbern. Bald wird es wohl keine Texte mehr geben, die Google nicht kennt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Gemeinsam mit amerikanischen Verlagen testet der Suchmaschinen-Betreiber derzeit das Durchsuchen von Buchtexten. Neben den üblichen Treffern im Internet erscheinen dann auch Links mit der Markierung "Google Print". Wer möchte, wird direkt auf die passenden Seiten der Buchshops Amazon, "Barnes and Noble" und Books-a-million weitergeleitet. Die Suchfunktion umfasst vorerst nur die ersten Buchkapitel, den Klappentext und bibliografische Informationen.

Nach einem Bericht der "New York Times" verdient Google in der derzeitigen Testphase noch kein Geld mit der Verlinkung und verkauft auch keine speziellen Online-Anzeigen. Managerin Susan Wojcicki sagte, man prüfe noch, wie das neue Angebot vermarktet werden könne. "Die Verlage dürften generell interessiert sein", erklärte sie. "Wir versuchen gerade herauszufinden, was die beste Lösung für sie ist."

Die Neuerung bei Google gleicht der Volltextsuch-Funktion bei Amazon, die der Online-Shop vor zwei Monaten eingeführt hatte. Die "Search Inside the Book" Technologie durchforstet Texte von 120.000 bei Amazon erhältlichen Büchern. Anfangs konnten die Suchenden sogar einzelne Seiten ausdrucken. Nach Protesten einzelner Autoren und Verlage deaktivierte Amazon die Druckfunktion jedoch wieder.