Vor "Super Tuesday" Hacker verändern Umfrage-Website
Washington - Die Gallup-Website zeigte am Sonntagmorgen für sechs Stunden ein verändertes Gesicht. Die Hacker änderten jedoch Schlagzeilen so, dass sie auf den ersten Blick als falsch zu erkennen waren. An die Umfrageergebnisse kamen sie nicht heran, weil die Website noch nicht mit den internen Computern, auf denen die Daten liegen, verbunden ist, erklärte Phil Ruhlmon, Gallups IT-Chef.
Der Angriff hätte schwere Folgen haben können, wenn die Hacker subtil falsche Informationen eingebaut hätten und diese von den Medien aufgegriffen worden wären. Schon kleine Gerüchte werden in der aufgeheizten Atmosphäre des Vorwahlkampfs zu Riesengeschichten.
Stattdessen schrieben sie eine völlig neue Schlagzeile: "AntiOnline demonstriert Internet-Unsicherheit". AntiOnline ist eine prominente Website für Computersicherheit, die von Ex-Hacker John Vranesevich in Pennsylvania betrieben wird. Seit Vranesevich letztes Jahr die Seiten gewechselt hat und beim Aufspüren von Hackern half, ist er für viele ein rotes Tuch. Laut Vranesevich ist AntiOnline öfter Ziel solcher Verleumdungsaktionen.
Die Gallup-Website war am Montag für einige Stunden offline, damit die betroffenen Computer gesäubert werden konnten.
Ab dem 1. September will Gallup auf der Seite seine 65 Jahre umfassende Datensammlung zur Verfügung stellen. "Bis dahin müssen wir garantiert haben, dass alle Sicherheitsmängel behoben sind", sagte Ruhlmon.