Washington-Attentate Ermittler setzen auf Computer-Profiler
Dabei soll der Rechner die Masse an bekannten Informationen nutzen: Orte, Daten und Zeitpunkte der Verbrechen. Dann verarbeitet das Programm diesen Info-Cocktail mit den kriminologischen Fakten über die menschliche Natur.
Der Entwickler dieser Methode, Kim Rossmo, Direktor der Police Foundation in Washington, sagte, dass es damit den Ermittlern möglich sei herauszufinden, wo der Attentäter lebe und das auf eine halbe Meile genau: Die optimale Suchstrategie, so Rossmo, der seit letzter Woche den Ermittlern als Berater zur Seite steht.
Die Software, Rigel genannt und 50.000 Dollar teuer, soll Millionen von mathematischen Gleichungen aufarbeiten, um so auszurechnen, in welchen Gebieten der Attentäter hauptsächlich zuschlägt und wo er leben könnte. Dabei stützt sich Rossmo auf die bekannte Theorie, dass Verbrechen meist in der Nähe des Ortes ereignen, an dem der Kriminelle lebt.
Das System des ehemaligen kanadischen Polizeibeamten wurde 1997 entwickelt und fand bereits Verwendung bei Scotland Yard, dem FBI und der Royal Canadian Mounted Police. Verfechter der Geo-profiling Methode betonen, dass ihr System eine 50-prozentige Erfolgsquote hätte: Von Vergewaltigungsfällen bis zu Serien-Morden hätte man Ermittlern weltweit bei der Arbeit helfen können.
Die Ermittler in Washington sind für jede Unterstützung dankbar: Möglicherweise sei es nur eine Frage der Zeit, bis der "Washington-Sniper" wieder zuschlage, so die Verantwortlichen.