"Whistler": Hacker verbreiten Entwicklerversion der neuen Windows-Software - DER SPIEGEL
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"Whistler" Hacker verbreiten Entwicklerversion der neuen Windows-Software

"To blow a whistle on someone" heißt soviel wie "jemanden verpfeifen". Genau das ist nun Microsoft passiert: Am Dienstag wurde eine Entwicklerversion der für nächstes Jahr angekündigten Windows-Version "Whistler" über mehrere Websites verteilt. Doch der Download lohne eigentlich kaum, berichten verfrühte Nutzer: Das Programm biete "wenig Neues".
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Ein Jahr vor dem geplanten Verkaufsdatum der neuen Windows-Software sind im Internet Piratenkopien aufgetaucht. Die neue Windows-Version mit dem Code-Namen Whistler wurde am Dienstag über mehrere Webseiten verbreitet und fand nach Angaben von Computerexperten reißenden Absatz. Die Entwicklerversion biete aber wenig Neuheiten, stellten Kritiker fest.

Nutzer des illegal verbreiteten Programmes sagten weiter, das Betriebssystem ähnele in hohem Maße dem gerade veröffentlichten Windows 2000 Professional, mit einigen Verbesserungen in der Html-basierten Dateiverwaltung. Das, meinten "Tester" der Windows-Enthusiasten-Website ActiveWin, werde die Arbeit mit dem Betriebssystem "für Neulinge vereinfachen".

Die im Netz verbreitete Version trägt die Nummer "2211.1", was sie zwischen der - wie es aus Microsoft-Kreisen heißt - "stabilen" Version 2207 und der neuesten Entwicklungsversion 2214 ansiedelt. Offiziell äußert sich Microsoft weder zur laufenden Entwicklung des Programmes, noch zu der illegalen Verteilung der Software im Web. Whistler soll nach den Plänen des Software-Riesen Microsoft im März 2001 auf den Markt kommen, und auch an der Nachfolgeversion "Blackcomb" wird bereits gearbeitet.