WLAN schon drin Intel setzt auf mobile Netze
Wer bis jetzt mobil mit dem Laptop ins WLAN, also ins Funknetz wollte, musste meist eine teure Karte nachrüsten, die den mobilen PC zur Sende- und Empfangseinheit aufrüstet. Da will Intel nun mit seinem Centrino helfen. Der kleine Italiener verspricht mobile Onlinerei ganz ohne Zusatzkarte. Der Werbename "Mobile Architektur" ist allerdings übertrieben: Genauer hingeschaut, verbirgt sich hinter Centrino eine Kombination aus mobilem Prozessor, passendem Chipsatz und eben der Funktion fürs Funknetz.
Schon mit dem mobilen Pentium-M könnte sich Intel einige Freunde machen: Erstmals setzt der Chiphersteller statt auf immer schneller Taktzahlen auf mehr Leistung bei gleichem oder geringerem Energierverbrauch. Intels Versprechen: Bei 1,6 Gigahertz Takt soll der Centrino-Prozessor so viel Leistung bringen wie die Kollegen mit 2,4 Gigahertz. Dass dafür aber umso länger: Fünf Stunden Laufzeit verspricht Intel-Manager Anand Chandrasekher.
Online bringt das die Kunden noch nicht. Dafür sorgt aber die in Centrino integrierte Funktion zur drahtlosen Übertragung von Daten über lokale Netze oder über so genannte Hotspots in Cafés oder Bibliotheken. Damit sind immerhin Geschwindigkeiten deutlich über DSL möglich. Wenn künfitge Laptops die WLAN-Fähigkeit schon mitbringen, könnte das Funknetz sich lange, bevor UMTS endlich an den Start geht, schon zum De-Facto-Standard etablieren.
Intel wenigstens verspricht, dass bis zur Cebit schon eine Reihe von Laptops mit Centrino vorliegen werden. Über konkrete Firmennamen schweigt man sich aber noch aus.