Wohnzimmer-PC: Intel stellt Mac-mini-Klon vor - DER SPIEGEL
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Wohnzimmer-PC Intel stellt Mac-mini-Klon vor

Auf der Messe Computex in Taiwan hat Intel einen kleinen PC präsentiert, der Apples Mac mini gleicht wie ein Ei dem anderen. Der PC-Hersteller Aopen soll das Gerät bauen - unter dem Codenamen "Pandora".
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Irgendwie scheint der Mac mini dem Wintel-Lager ja doch weh zu tun. Wie sonst ist es zu erklären, dass Intel jetzt einen ganz ähnlichen PC bauen lassen will? Bereits im März hatte Intel einen Mac-mini-Klon als Designstudie vorgestellt. Das quadratische Gehäuse aus Edelstahl schien sogar noch flacher als Apples Mini-PC zu sein, der seit Jahresbeginn ab 500 Euro verkauft wird - angeblich mit einer Stückzahl von 40.000 pro Monat.

Der billigste Apple-Rechner aller Zeiten ist auch als eine Art "unmoralisches Angebot" an eingefleischte Windows-Nutzer konzipiert. Probieren Sie doch mal einen Mac, erklärten die Apple-Manager bei der Vorstellung. Man könne seinen bisherigen Monitor sowie Tastatur und Maus ja einfach anschließen. Das Angebot ist durchaus lukrativ: Für 500 Euro einen flotten Rechner, den dank Mac OS X keine Viren und Würmer bedrohen, wie jeden normalen Windows-Rechner. Wer nicht viel mehr macht als surfen, Digitalfotos und Videos bearbeiten und Texte schreiben, ist mit dem Mac mini gut bedient.

Deutschlands Microsoft-Chef Jürgen Gallmann hatte den Apple-PC im März noch als alten Hut abgetan. "Möglicherweise ist der Mac mini ja für die Apple-Zielgruppe revolutionär neu", sagte er in einem Interview mit SPIEGEL ONLINE. Das Gerät sei "nichts Neues". Vergleichbares gebe es "auf der Windowsplattform schon an vielen anderen Stellen".

Nach Informationen von Cnet.com wird Aopens Mini-PC noch in diesem Jahr in den Handel kommen, möglicherweise schon im September. Wie beim Mac mini hat der Rechner an der Frontseite einen Slot zum Einschieben von CDs und eine Powertaste. Die Kühlung übernimmt ein einziger Lüfter, Wlan soll integriert sein.

Analysten zeigten sich skeptisch, ob der Aopen-PC preislich mit dem Mac mini mithalten kann. Der Mobilprozessor Pentium M und Windows XP seien vergleichsweise teuer, sagte Roger Kay von IDC laut Cnet. Details zur Hardware sind allerdings bislang nicht bekannt.

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