Yahoo! In Zukunft Barnes & Noble
New York - "Content-" oder "E-Commerce-Partnerships" gehören zu den wichtigsten Motoren der jungen E-Wirtschaft. Ein Festplatz auf einem der populärsten Portale der Welt - wie zum Beispiel Yahoo! - ist für ein E-Commerce-Unternehmen Gold wert, so lange dieser Festplatz mit einer Konkurrenz-Ausschlussgarantie verbunden ist. Bei Yahoo! hieß im Buch-Bereich dieser E-Commerce-Partner seit 1997 Amazon. Der räumte nun das virtuelle Feld - und überließ es dem Hauptkonkurrenten Barnes & Noble, der größten Buchhandelskette in den Staaten, im Web aber nur die Nummer zwei.
Künftig würden Internetnutzer, die Bücher kaufen wollen, über Yahoo!-Links direkt zu Barnes & Noble.com geleitet, berichtet das "Wall Street Journal". Wie die Zeitung weiter schreibt, wird Barnes & Noble außerdem künftig in seinen 551 Buchläden für die Internetdienste von Yahoo! werben - ein Deal zu beiderseitigem Vorteil.
Amazon ist es wichtig zu unterstreichen, dass die Trennung vom Yahoo!-Portal freiwillig geschehen sei. man habe Yahoo! zuvor mitgeteilt, den Vertrag nicht verlängern zu wollen. Amazon.com wolle in den USA künftig exklusiv bei AOL werben. Nach Angaben eines Sprecher von Amazon biete AOL bessere Vertragskonditionen. Yahoo! äußerte sich nicht dazu.
Amazon bleibt Werbepartner von Yahoo! in Großbritannien, Norwegen und anderen europäischen Ländern. Barnes & Noble erwartet durch die Internet-Partnerschaft eine höhere Nutzerzahl für sein Online-Angebot, zitiert das Blatt den Vice Chairman der führenden US-Buchhandelskette, Steve Riggio. Barnes & Noble.com wird zu je 40 Prozent von der Barnes & Noble und der Bertelsmann AG gehalten.