"Zukunftsinitiative Hochschule" Informatiker hier behalten
Bonn - Die von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) gestartete "Zukunftsinitiative Hochschule" geht nach Ansicht der Informatiker in die falsche Richtung. Sie berücksichtige nicht die Bedarfslage der Informatiker in Deutschland, erklärt der Präsident der Gesellschaft für Informatik (GI), Heinrich C. Mayr, in Bonn.
Das vorrangige Problem sei nicht, "gute Köpfe" zu importieren, sondern deren Abwanderung aus Deutschland zu verhindern. Dafür müssten vor allem die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen verbessert werden.
Mit der "Zukunftsinitiative Hochschule", ausgestattet mit rund 650 Millionen Mark, sollen in Zukunftsfächern weltweit die besten Wissenschaftler für spezielle Forschungsprofessuren an deutschen Hochschulen angeworben werden.
Die Belastung von Wissenschaftlern mit Lehr- und Administrationsaufgaben liege in Deutschland ein Mehrfaches über der an etwa amerikanischen Universitäten, betonte Mayr. Forschung könne in hier deshalb nicht im erforderlichen Umfang betrieben werden.
Es bedürfe einer grundlegenden Reform, damit Professuren an deutschen Universitäten wieder attraktiv für exzellente Wissenschaftler aus aller Welt werden.