1blu: Berliner Webhoster wird erpresst - DER SPIEGEL
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Berliner Webhoster 1blu Erpresser droht mit Veröffentlichung vertraulicher Daten

Kunden des Berliner Webhosters 1blu sollten unbedingt ihre Zugangsdaten aktualisieren: In einer E-Mail schreibt das Unternehmen, dass es erpresst wird - zuvor hatte jemand illegal auf Kundendaten zugegriffen.
Website von 1blu: Das Berliner Unternehmen wird erpresst
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Die Berliner Webhosting-Firma 1blu wird derzeit erpresst. Ein Unbekannter fordert dem Unternehmen zufolge eine hohe Geldsumme und droht mit der Veröffentlichung vertraulicher Daten, die offenbar durch einen illegalen Zugriff auf das 1blu-System erbeutet wurden. 1blu ruft seine Kunden auf, unbedingt ihre Zugangsdaten zu aktualisieren. Die Zugänge seien bereits vorsorglich gesperrt worden.

"Nach einer internen Analyse bestätigen wir, dass ein illegaler Zugriff auf unser internes System stattgefunden hat und wir als Folge auch Kundendaten als kompromittiert betrachten müssen", schreibt das Unternehmen in einer E-Mail an seine Kunden . "Dabei handelt es sich um die Zugangsdaten für den Kundenlogin, für E-Mail-Konten, FTP, MySQL, 1blu-Drive sowie die persönlichen Kundendaten."

An anderer Stelle heißt es , dass ein Zugriff auf "Zahlungsdaten, die wir zur Durchführung des Lastschriftverfahrens nutzen" nicht ausgeschlossen werden könne. 1blu habe das Landeskriminalamt Berlin informiert.

Zahlung in Bitcoin gefordert

Das Tech-Magazin "Heise Online" berichtet, dass der Erpresser das Unternehmen bereits am 1. Juli kontaktiert habe, die Firma habe den Vorfall aber zunächst unter Verschluss gehalten. Konkret sei eine Summe von 250.000 Euro in Bitcoin verlangt worden - eine Forderung, die 1blu abgelehnt hat.

Wie genau der Angreifer an die Daten kam, will das Unternehmen angesichts der laufenden Ermittlungen nicht öffentlich machen. In der E-Mail an die Kunden heißt es, dass wahrscheinlich eine fehlerhafte Serverkonfiguration den Zugriff möglich gemacht habe. Dem Angreifer sei das Eindringen dadurch erleichtert worden, "dass die internen Vorgaben zur Sicherheit von Keys und Passwörtern von einzelnen Mitarbeitern leider nicht, wie verpflichtend vorgesehen, eingehalten wurden".

Nach eigenen Angaben zählt 1blu zu den größten Webhosting-Unternehmen in Deutschland, auf der Firmenwebsite  ist von 300.000 Kundenverträgen die Rede.

mbö/dpa

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