Kostenlos im Netz: Agar.io, Bubble Bobble, Der Bestatter - DER SPIEGEL
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Kostenloskultur Fünf Netztipps zum Wochenende

Ein Bestatter mit schwarzem Humor löst Kriminalfälle, den Spiele-Hype "Agar.io" gibt es jetzt auch für unterwegs - und eine WDR-Autorin fragt sich, ob das Internet narzisstisch macht. Das gibt es gerade kostenlos im Netz.
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Krimi-Serie: Bestatter mit Krümelmonster-Stimme

Der Tote aus der Pathologie ist abgemagert. Er hatte "ein hartes und entbehrungsreiches Leben", schätzt der Pathologe - und fügt hinzu: "Also kein typischer Schweizer!"

Schwarzer Humor und Schweizer Lokalkolorit sind die besonderen Merkmale der Krimi-Serie "Der Bestatter" . Nur auf Glaubwürdigkeit sollte der Zuschauer nicht allzu großen Wert legen: Hauptfigur ist der Bestattungsunternehmer Luc Conrad (Mike Müller) aus Aarau, der verblüffend oft durch glückliche Zufälle der Kantonspolizei helfen kann.

Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF hat bereits drei Staffeln in Mundart produziert und Synchronfassungen nach Deutschland, Kanada und in die USA verkauft . In der hochdeutschen Version wird der Bestatter von Douglas Welbat gesprochen , der auch dem Krümelmonster aus der Sesamstraße seine Stimme leiht.

Spiele-Klassiker: "Bubble Bobble" fürs Smartphone

Er kann Seifenblasen spucken, ist dreißig Jahre alt und hat eine Schwäche für Kirschen und Eiscreme - der Drache von "Bubble Bobble" ist schon eine ungewöhnliche Videospielfigur. Ziel von "Bubble Bobble" ist es, gegnerische Geister und Roboter in einer Blase einzufangen und jene zum Platzen zu bringen. Für jeden besiegten Gegner gibt es Süßigkeiten oder eine Portion Obst.

Der Entwickler "Droidspirit" hat mit "Legends of Bubble Bobble"  ein liebevolles Remake des Klassikers aus den Achtzigern  entworfen. Die Levels sind dem Original sehr ähnlich, Grafik und Musik wurden etwas moderner gestaltet. Nur an die Steuerung mit Buttons am Bildschirmrand muss man sich etwas gewöhnen. Wer alle 100 Levels spielen möchte, muss eine Pro-Version kaufen, die ersten 20 Levels sind kostenlos.

Von Freiburg bis Zagreb: Filmreihe "Im Bauch von..."

Foto: Arte

Die Doku-Reihe "Im Bauch von..." zeigt Leckereien von den größten Marktplätzen Europas - die Reise geht nach Zagreb , Florenz , Freiburg , Toulouse  und Riga .

Dabei vermitteln die Filme aus der Arte-Mediathek eine farbenfrohe Öko-Romantik: Die Kamera fährt lustvoll über Auslagen von Wurst und Käse, filmt lachende Marktfrauen hinter der Gemüsetheke und zufriedene Schlachttiere auf der Wiese. Nebenbei lernt der Zuschauer zum Beispiel, wie der französische Käse Rocamadour entsteht und wo es das angeblich beste Burek Zagrebs gibt.

Fressen und Gefressenwerden: "Agar.io" als App

Dieses Spiel ist eine Fressorgie. Bei "Agar.io" steuert der Nutzer eine winzige Zelle durch eine zweidimensionale Welt. Um zu wachsen, muss er kleinere Zellen verschlingen - und das Weite suchen, wenn die größeren Mitspieler auftauchen. Weltweit sind nach Angaben von "Agar.io" jeden Tag Zehntausende Spieler online.

Das Multiplayer-Spiel ist aber auch ein Zeitkiller. Denn wer sich auf dem Schlachtfeld behaupten will, darf nichts überstürzen. In zahlreichen YouTube-Videos diskutieren Spieler die besten Strategien für Angriff und Verteidigung - zur Einführung besonders zu empfehlen ist das englische Tutorial des Nutzers "Xisuma" .

Eine kostenlose App  bringt die Fressorgie, die ursprünglich als Browserspiel gestartet ist , nun auch aufs Smartphone. Allerdings ist in der App derzeit nur einer von vier Spielmodi verfügbar, und fürs ruckelfreie Spielen ist eine WLAN-Verbindung zu empfehlen.

Feature: Über Dauer-Poster und Netz-Narzissten

Foto: wdr5.de

Ist das schon Narzissmus, wenn man sich selbst googelt? Sind 5000 Facebook-Freunde ein Hinweis auf eine Persönlichkeitsstörung? Diesen Fragen geht das WDR-Radiofeature "Ich, ich, ich: Narzissmus im Netz"  von Anita Horn nach. Dabei spricht die Reporterin mit Experten und Psychologen und lässt Nutzer zu Wort kommen - wie beispielsweise einen Facebook-Junkie oder eine Tattoo-Künstlerin, die regelmäßig Akt-Fotos von sich postet.

Die interviewten Nutzer erzählen viel Persönliches, eine Nutzerin bezeichnet sich selbst als "Netz-Narzisstin". Wo aber genau die Grenze zwischen normalem und pathologischem Verhalten im Netz liegen, das beantwortet das Feature nicht.

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