Ab Dezember: Call-by-Call im Ortsnetz - DER SPIEGEL
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Ab Dezember Call-by-Call im Ortsnetz

Die letzte Meile fällt endgültig: Noch am Freitag beschloss der Bundestag, Call-by-Call auch im Ortsnetz zu ermöglichen. Sobald der Bundesrat zustimmt, ist der Weg frei für Telekom-Konkurrenten.
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Auch bei Ortsgesprächen sollen Telefonkunden künftig durch eine Vorwahl den günstigsten Anbieter wählen können. Eine entsprechende Änderung des Telekommunikationsgesetzes beschloss der Bundestag in Berlin. FDP und PDS stimmten gegen den Entwurf, die Unionsfraktion enthielt sich. Ab 1. Dezember soll danach wie bisher schon bei Ferngesprächen das Call-by-Call-Verfahren auch im Ortsnetz möglich sein. Dadurch werden auch geringere Preise für den Endkunden erwartet. Die Gesetzesänderung muss noch durch den Bundesrat.

Widerstand gegen die Zulassung von Call-by-Call im Ortsnetz leistete bis zuletzt die Telekom, die hier mit einem Marktanteil von 97 Prozent ihr letztes Monopol verteidigt. Drei Prozent Marktanteil werden von regionalen Anbietern gehalten, die in der Sache den Schulterschluss mit der Telekom übten: Sie befürchten, dass das Call-by-Call-Verfahren die Refinanzierung ihrer Investments erschweren könnte. Die betroffenen Unternehmen hatten eigene Leitungen auf der letzten Meile zum Kunden verlegt. Sekundiert werden die Telekommunikationsunternehmen durch die Gewerkschaft Verdi, die einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen befürchtet.

Profitieren dürften von der Regelung dagegen die Kunden. Call-by-Call hatte schon bei den Ferntarifen und bei den Preisen für den Zugang zum Internet Wunder gewirkt. Der durch das Verfahren ausgelöste Preisdruck wirkte auch auf die Festnetz-Provider, die in den letzten Jahren ihre Tarife merklich senken mussten.