Adobe-Software Das Flash-Update, das jeder braucht
Screenshot Adobe Flash Player
Um es kurz zu machen: Installieren Sie sich dieses Flash-Update und ändern Sie nichts an den Standardeinstellungen - dann hält sich der Flash Player künftig selbst auf dem neusten Stand . Ihr Computer, ihr Bankkonto und ihre Surf-Nachbarn werden es ihnen danken. Sie haben dann den diese Woche wichtigsten Schritt in Richtung mehr Computersicherheit getan. Internetschädlinge, die Sie abzocken und aushorchen sollen, gelangen dann deutlich schwerer auf Ihren Computer.
Warum? Der Flash Player gilt Sicherheitsexperten als das wichtigste und größte Einfalltor für Schadprogramme. Schuld daran sind nicht etwa schlampige Adobe-Programmierer, sondern die enorme Verbreitung des Flash Players. Adobe zufolge ist er auf 99 Prozent aller ans Internet angeschlossenen PC installiert (auf Platz zwei der Gefahren: Oracles Java ). Eine Goldgrube für Hacker: Sie müssen nur eine Flash-Sicherheitslücke finden um auf Abermillionen PC der Welt ihre Banking-Trojaner, Keylogger und Botnetze installieren zu können.
Adobe arbeitet laufend daran, bekannt gewordene Sicherheitslücken zu schließen. Wer sich allerdings keine Updates installiert, riskiert, auch von Uralt-Malware befallen zu werden. Die Faustregel ist: Schließt man einen PC mit veralteter Software ans Internet an, wird er, selbst ohne weiteres Zutun, bald eine Virengrube sein.
Sicher im Sandkasten
Die sogenannten stillen Auto-Updates (das Programm erneuert sich im Hintergrund und ohne Nutzer-Einwirken von selbst) der neuen Flash-Version werden Adobe zwar im Wettrennen mit den Hackern keinen Vorsprung gewähren, aber zumindest die Kluft etwas schmälern. Weil so viele Computer Flash installiert haben, verbessert selbst ein kleiner Sicherheitsfortschritt den Schutz von Millionen von Computernutzern.
Dass Adobes Flash-Programme tatsächlich relativ sicher funktionieren können, zeigt seit geraumer Zeit deren Verwendung im Chrome-Browser. Dort laufen sie in einer so genannten Sandbox, abgeschottet vom restlichen Browser- und Computerbetrieb, und sind fast unknackbar. Weil das Beispiel Chrome so gut funktionierte, arbeitet Adobe an einer ähnlichen Einbettung von Flash auch in andere Browser.
Sollte es einmal so weit sein, heißt das für Surfer vor allen Dingen, dass sie sich um Flash-Updates gar keine Gedanken mehr machen müssen. Sie sind dann Teil des sich ohnehin ständig aktualisierenden Browsers. Schon gemerkt? Heute hat sich Chrome-Version 18 von selbst installiert .
Übrigens wird die neue Flash-Version 11.2 nicht von allen Entwicklern geliebt werden: Wer Flash-Websites programmiert und die neuen 3D-Funktionen verwenden will, wird von Adobe künftig zur Kasse gebeten. Mit Lizenzgebühren für die Stage3D-Technik zur Auslagerung von Grafikberechnungen an die Grafikkarte will Adobe ein Stück vom Webspielchen-Kuchen abbekommen .