Angeklickt: Grumpy Cat in Öl und andere Mem-Gemälde - DER SPIEGEL
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Meme als Ölgemälde: Vom Internet auf die Leinwand

Foto: Lauren Kaelin

Angeklickt Grumpy Cat in Öl und andere Mem-Gemälde

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Eine grimmig dreinschauende Katze, fotografiert von ihren Aufpassern: Das Bild der "Grumpy Cat" haben viele Internetnutzer kopiert und weitergeschickt. Aus der scheinbar stets schlecht gelaunten Katze wurde ein kleiner Star, die pixeligen Fotos zu einem festen Bestandteil der kollektiven Webkultur.

Solche Meme malt Lauren Kaelin  auf Leinwand. Ihre Kunstwerke nennt die 25-Jährige aus Brooklyn "Benjameme", eine Anspielung auf den Philosophen Walter Benjamin. Der schrieb 1935 vom "Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit " und stellte fest, dass vielfach kopierte Werke ihre Aura verlieren, weil sie nicht mehr einzigartig sind.

Als Ölgemälde sind "Grumpy Cat" und die anderen von Kaelin gemalten Meme (mehr Beispiele in der Fotostrecke) wieder einzigartig. Das Interesse an ihren Originalen ist groß, sogar im Fernsehen ist sie mit den "Benjamemes" schon aufgetreten. Um sich nicht von den Gemälden trennen zu müssen, verkauft sie mittlerweile Drucke über ihre Website .

Mehrere hundert Bilder hat sie technisch reproduziert und verschickt. Um bei Walter Benjamin zu bleiben: Kaelin hat die Massenhaftigkeit und Beweglichkeit der Kunstwerke wieder hergestellt. Ein bisschen aufwendiger als klicken und kopieren bleibt der Erwerb eines Druckes trotzdem. Vielleicht bleibt auch ein wenig Aura übrig.

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