Angeklickt: Ratespiel Botpoet - Gedichte von Menschen oder Computern? - DER SPIEGEL
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Angeklickt Dichtet hier Mensch oder Maschine?

Botpoet.com (Screenshot): Mensch oder Computer?
Botpoet.com (Screenshot): Mensch oder Computer?

Botpoet.com (Screenshot): Mensch oder Computer?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Was unterscheidet maschinengenerierte Lyrik von Gedichten, die ein Schriftsteller verfasst hat? Wer glaubt, er könne diese Frage locker beantworten, kann sich jetzt auf einer neuen Website testen: Hier wird den Nutzern eine Auswahl englischsprachiger Gedichte vorgesetzt. Unter den Versen muss sich der Nutzer dann jeweils entscheiden, ob sie von einem Menschen oder von einem Rechner verfasst wurden.

Botpoet.com* nennt sich die Seite und unter dem Menüpunkt "Free Play" können Lyrikliebhaber ausprobieren, wie gut sie menschliche von maschineller Schreibkunst unterscheiden können. Manchmal ist es ganz leicht, unter anderem auch, weil das ein oder andere Gedicht sehr bekannt ist. Manchmal ist es ein wenig kniffeliger oder das Ergebnis eine völlige Überraschung.

Mit dabei ist zum Beispiel das kurze Gedicht "Rain Is A Star". Es geht so: Rain is a star, / Some birds spoke out for you / about the tale of sages. Hat ein Mensch diese Zeilen geschrieben oder ein Computer?

Die Auflösung: ein Computer. 66 Prozent der Nutzer haben das richtig erkannt, zeigt eine Statistik nach dem Abstimmen. Dazu gibt es wie bei jedem Gedicht einen weiterführenden Link: "Dieses Gedicht wurde von einem Computer geschrieben. Willst Du wissen, wie?" Dahinter verbirgt sich dann, je nach Gedicht, die Technik oder Informationen dazu, wie die computergenerierte Lyrik zustande gekommen ist. Oder eben der Name des Schriftstellers, der das Gedicht geschrieben hat.

Unter dem Menüpunkt "Leaderboard" können sich Leser Gedichte ansehen, die von den Nutzern besonders häufig richtig oder falsch zugeordnet wurden: Ein besonders menschlich anmutendes Computergedicht ist demnach etwa "A Wounded Deer Leaps Highest", während "Cut Opinions" von Deanna Ferguson offenbar auch als Computergedicht durchgehen könnte.

Hinter der Webseite stehen die australischen Doktoranten Benjamin Laird und Oscar Schwartz . Sie beschäftigen sich für wissenschaftliche Arbeiten mit der Frage, inwiefern Computer Dichtkunst erschaffen können.

*Die Seite ist nicht mehr erreichbar.