Angespielt Dicewars
"Risiko" ist immer noch eins der Spiele, mit denen man Freundschaften auf ihre Belastbarkeit testen kann. Wer nach einer hart umkämpften Partie noch miteinander redet, ohne Schimpfwörter zu gebrauchen, wird auch gemeinsam ohne Wasser durch die Wüste ziehen können. Das Browserspiel "Dicewars" funktioniert ähnlich.
Nicht nur, weil die Beziehung zum Computer auf eine ernsthafte Probe gestellt wird, sondern auch weil das Spielprinzip stark an "Risiko" erinnert: Angetreten wird gegen zwei bis acht Computergegner. Auf jedem Feld liegen Würfel, die lilafarbenen sind die eigenen. Damit attackiert man den Gegner im angrenzenden Feld. Am besten indem man eine höhere Zahl als jener würfelt. Was am besten geht, wenn man auch mehr Würfel hat. Und die bekommt man für eroberte Felder. Leider kann man sie nicht selbst verteilen, sondern der Computer macht das. Der ist parteiisch und setzt sie dahin, wo man sie am wenigsten gebrauchen kann. Leider würfelt er auch für einen. Angeblich nach dem Zufallsprinzip. Aber das glaubt man spätestens dann nicht mehr, wenn man mit fünf Würfeln eine Fünf wirft und der Gegner mit einem Würfel eine Sechs hat. Zumindest weiß man jetzt, wem man nicht mehr vertrauen kann. Und das derjenige nicht nur ein Kasten voller Platinen ist, sonder auch in akuter Gefahr steht, in hohem Bogen aus dem Fenster zu fliegen.
"Dicewars" von Gamedesign, Browsergame unter http://www.gamedesign.jp/flash/dice/dice.html
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