Angespielt: The Beatles - Rockband - DER SPIEGEL
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Angespielt: The Beatles - Rockband

Angespielt The Beatles - Rockband

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Musikspiele, bei denen man auf Plastikinstrumenten zu den Liedern der Lieblingsband mimt, sind nichts Besonderes mehr. Nur dann, wenn die immer noch größte Band der Welt ihr eigenes Spiel bekommt, sollte man aufmerken. Vor allem, weil hier nicht nur lieblos Beatles-Songs in ein bestehendes Konzept gepackt wurden. "The Beatles: Rockband" transportiert den Geist der Pilzköpfe tatsächlich in ein Spiel und gibt dabei Nachhilfe in Sachen Musikgeschichte.

Das fängt mit einem zwei Minuten langen Zeichentrickfilm an, der die Geschichte der Beatles in komprimierter Version zusammenfasst und setzt sich fort in der Bearbeitung der Musik und den Videos, die zu den einzelnen Songs laufen. Allein das sich steigernde Kreischen der Fans, wenn man über längere Zeit richtig spielt, lässt einen Schauder der Beatlemania über den Rücken laufen. In jedem Moment vermeint man zu spüren, wie viel Liebe und Respekt die Entwickler des Spiels den Beatles entgegengebracht haben. Und allein das macht es deutlich angenehmer als die direkte Konkurrenz von "Guitar Hero 5", wo Kurt Cobain als Vogelscheuche ausgegraben wird und zu Rap-Stücken mimt.

Das einzig Gute daran ist, dass Courtney Love sich als Testamentsvollstreckerin von Nirvana mal wieder richtig danebenbenehmen darf und Hersteller und Fans beschimpfen kann. Die Gefahr droht bei den Beatles nicht. Paul McCartney und Ringo Starr reißen Witze über das Spiel, Yoko Ono zeigt ihr Gesicht, und Olivia Harrison hat ihr Fotoarchiv für die Spieleentwickler geöffnet.

"The Beatles: Rockband" von Electronic Arts, für Xbox 360 , Playstation 3  und Wii , ab 45 Euro ohne Instrument; USK: ohne Altersbeschränkung