Angespielt Turning Point: Fall of Liberty
Churchill ist 1923 von einem Taxi überfahren worden, die Deutschen haben den zweiten Weltkrieg gewonnen und fallen mit einer Armada an Luftschiffen und Kampfflugzeugen in den USA ein. Das ist ein nicht unbedingt neues, aber dennoch vielversprechende Variation des "Was wäre, wenn"- Szenarios.
Leider aber ignoriert "Turning Point" die spannende Ausgangsituation und verfällt nach einer guten Eingangssequenz in ein Verhaltensmuster, das schon viele Ego-Shooter verdorben hat: Welle um Welle dummer Gegner werden auf den Spieler losgelassen. Hier sind es Nazis, die ein solches Maß künstlicher Dummheit zeigen, dass man sich fragt, wie die überhaupt den Krieg gewinnen konnten. Nach kurzer Zeit ist es einem auch herzlich egal, dass die gerade die Freiheitsstatue in die Luft gesprengt und das Chrysler-Building gefällt haben. Man ist nur noch damit beschäftigt, gegen die Müdigkeit anzukämpfen, die einen überfällt, wenn der nächste Nazi um die Ecke biegt und darauf wartet, abgeschossen zu werden und mit einer übertriebenen Todesanimation zu Boden zu gehen.
"Turning Point: Fall of Liberty" von Codemasters, für Xbox 360 , Playstation 3 und PC, ab 45 Euro; USK: Keine Jugendfreigabe
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