Angst vor Terroristen: Google Earth verschleiert indische Verteidigungsanlagen - DER SPIEGEL
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Angst vor Terroristen Google Earth verschleiert indische Verteidigungsanlagen

Auch Terroristen nutzen das Internet – und die detail-genauen Satellitenbilder von Google Earth sind ihnen eine große Hilfe bei der Planung von Anschlägen, vermuten Geheimdienstler. Google hat sich deshalb jetzt bereit erklärt, in Indien Verteidigungsanlagen zu verschleiern.
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Neu Delhi – Bedeutende Forschungsinstitute und Verteidigungsanlagen sollten künftig nur noch in einer deutlich niedrigeren Auflösung bei Google Earth gezeigt werden, als die restlichen Ansichten, berichtet die "Times of India". So solle der Sorge der indischen Regierung Rechnung getragen werden, dass Terroristen die Software nutzen könnten, um potentielle Anschlagsziele auszuspionieren.

Der Verdacht scheint nicht vollkommen aus der Luft gegriffen zu sein. Bereits vor einigen Wochen berichtete der "Daily Telegraph" über das Problem. Geheimdienstoffizieren zufolge war kurz zuvor in einem Haus mutmaßlicher Terroristen Ausdrucke von Google-Earth-Aufnahmen gefunden worden, auf denen die Koordinaten potentieller Angriffsziele vermerkt waren.

Die Bilder zeigten die Gegend um die südirakische Hafenstadt Basra. Gebäude und Zeltunterkünfte britischer Militärcamps waren genau zu erkennen, so etwa Parkplätze, Wasch- und Toilettenblöcke. In der Google-Zentrale in Kalifornien sorgten die Ängste der Militärs, die Bilder hätten der Vorbereitung von Attacken gedient, nicht für Verwunderung. Ein Sprecher erklärte, die Software könne zu "guten und schlechten Zwecken" genutzt werden, schließlich sei sie offen zugänglich. Die Bedenken würden jedoch ernst genommen. "Natürlich haben wir immer ein offenes Ohr für die Bitten einer Regierung", hieß es damals.

ase/dpa