Anklage: Bombenbau-Anweisungen per Internet - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Anklage Bombenbau-Anweisungen per Internet

Der US-Regierung gehen die Argumente nicht aus, die elektronische Kommunikation in und aus dem Lande weitestgehend zu überwachen. Nun stehen drei Männer aus Ohio vor Gericht, weil sie Attentäter im Irak mit Bomben-Informationen versorgt haben sollen. Justizminister Gonzales mahnt "andauernde Wachsamkeit" an.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im US-Bundesstaat Ohio stehen drei Männer vor Gericht, weil sie Attentätern über das Internet Anweisungen zum Bau von Sprengsätzen gegen US-Soldaten im Irak gegeben haben sollen.

Die am Dienstag bekannt gewordene Klageschrift legt den arabischstämmigen Männern zur Last, von ihren Wohnorten im Bundesstaat Ohio aus terroristische Akte und einen "gewaltsamen Dschihad gegen die Vereinigten Staaten" geplant zu haben. Sie sollen über das Internet Handungsanweisungen und Baupläne für Sprengsätze weitergegeben haben. Außerdem sollen sie selber in "militärischen Dschihad-Übungen" die Benutzung von Waffen geübt haben. Bei einer Verurteilung wegen Terrorismus droht ihnen lebenslange Haft. US-Justizminister Alberto Gonzales sagte zu der Anklage: "Personen, die innerhalb unserer Grenzen gemeinschaftlich Hilfe für Terroristen leisten, bedrohen die Sicherheit aller Amerikaner." Der Fall zeige, dass "andauernde Wachsamkeit" nötig sei, um US-Bürger im In- und Ausland zu schützen. Die Männer im Alter zwischen 26 und 42 Jahren leben in der Stadt Toledo in Ohio. Zwei von ihnen haben die US-Staatsbürgerschaft.

pat/AFP