Anzeigengeschäft: Google verkauft Print-Anzeigen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Anzeigengeschäft Google verkauft Print-Anzeigen

Der Suchmaschinenbetreiber Google will künftig auch Anzeigen in der Printpresse verkaufen. In einem Modellprojekt wird nun erstmals Werbung in Zeitungen verkauft - die sollen aber bei den Preisen das letzte Wort behalten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Drei Monate lang soll das neue Angebot zunächst getestet werden. Ausgewählte Google-Kunden sollen übers Netz Anzeigen in Tageszeitungen wie der "New York Times" oder der "Washington Post" buchen können, so ein Google-Sprecher. Bei Erfolg soll das System allen Kunden angeboten werden.

Für die durch die wachsende Netz-Leserschaft geschwächte Printpresse eröffnet Google damit zumindest einen neuen Vertriebsweg - ob sich das Geschäft vom Internet aufs Papier jedoch rechnen wird, muss sich erst zeigen. Ein Versuch, Zeitschriftenanzeigen zu verkaufen, hatte Google im vergangenen Jahr mehr Verdruss als Freude bereitet.

Die Anzeigen können online gebucht werden, ähnlich wie die Netz-Anzeigen, die Google den Großteil seiner Gewinne bescheren. Die Kunden können auch das Layout für ihre Anzeige hochladen. Die Zeitungen behielten jedoch bei Inhalt und Preisen das letzte Wort, betonte der Google-Sprecher. Der größte Teil des Umsatzes komme den Zeitungen zugute.

Google baut derzeit sein Geschäft außerhalb des Internets generell aus: Auch im Rundfunk und per Video sollen die Kunden künftig über den Anzeigenvertrieb der Suchmaschinisten werben können.

cis/rtr