AOL offline: Wer den Vertrag kündigen will, hat's nicht leicht - DER SPIEGEL
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AOL offline Wer den Vertrag kündigen will, hat's nicht leicht

"Wenn alles im Leben so einfach wäre", heißt ein Werbeslogan von Deutschlands zweitgrößtem Internet-Provider AOL. Aber nicht alles ist so einfach. AOL macht es seinen Kunden ziemlich schwer, einen einmal abgeschlossenen Vertrag wieder zu kündigen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wer seine Mitgliedschaft loswerden möchte, kann das nicht online erledigen ­ eine Anmeldung hingegen ist selbstverständlich online möglich. Trennungswillige Kunden erfahren online nur die Telefonnummer der Kundenbetreuung. Ein Anruf dort bringt auch noch keine Trennung: Der Kunde erfährt lediglich die Adresse, an die er seine schriftliche Kündigung zu richten hat. Doch auch dann ist man AOL noch nicht sicher losgeworden: Mitunter ruft ein AOL-Berater an und macht darauf aufmerksam, dass der Kunde noch ein Guthaben von 20 Mark habe, dass er noch absurfen könne ­ tatsächlich handelt es sich bei dem Geld um eine Gutschrift: Wer die in Anspruch nimmt, macht damit automatisch seine Kündigung rückgängig. Nachdem zahlreiche Ex-AOL-Kunden sich über das seltsam umständliche Procedere beschwert hatten, startete der Internet-Dienst jetzt eine "Qualitätsoffensive": Ab sofort soll eine schriftliche Kündigung tatsächlich bewirken, dass man nicht länger AOL-Kunde ist als man es auch sein will.