Apple löscht Google Maps App aus App Store - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Fotostrecke

Apple Maps: Ortsmarken im nirgendwo, ganze Städte in der iCloud

Foto: Noah Berger / REUTERS

Netzwelt-Ticker Apple blockiert Karten-App, Microsoft 18er-Spiele

Apple löscht eine inoffizielle Google-Maps-App nach wenigen Tagen, in Microsofts Windows Store soll es keine Erwachsenen-Games geben und Apple-Gründer Wozniak kritisiert den iPhone-Konzern als arrogant.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Apples Kartendienst beim neuen Betriebssystem iOS 6 ist nicht besonders gut, das räumte Konzernchef Tim Cook ein, entschuldigte sich und riet zu Alternativen. Eine dieser Alternativen hat Apple nach wenigen Tage aus dem eigenen Download-Angebot entfernt.

Der Entwickler Kishikawa Katsumi bot mit seiner ClassicMac-Anwendung das gleiche Aussehen wie die alte Version von Apple Maps, die noch auf Kartenmaterial von Google beruhte. Am Montag erschien das Porgramm im App Store, inzwischen ist es verschwunden - es sah wohl dem Apple-Programm zu ähnlich. "Pocketnow" hatte da schon am Dienstag vorhergesehen und seinen Lesern geraten, die App so schnell wie möglich herunterzuladen, bevor sie wieder aus dem App Store verschwände . Katsumi gab sich unterdessen gleichmütig. Auf die Frage, was denn los sei, antwortete der Entwickler lakonisch: "Das ist Apples Entscheidung." 

Apple bezahlt Schweizerische Bundesbahnen

Apple hat für die Gestaltung seiner Uhren-App in seinem Mobilsystem iOS eine Lizenzvereinbarung mit den Schweizerischen Bundesbahnen SBB geschlossen. Das teilten die SBB am Freitag in Bern mit. Zuvor war dem kalifornischen Konzern vorgeworfen worden, das Design der legendären SBB Bahnhofsuhr ohne Erlaubnis übernommen zu haben. Spezielles Merkmal des sogenannten "Kellenzifferblattes" ist der markante rote Sekundenzeiger, der die Form einer Signalkelle hat. Die SBB lizenzierten das Design der Bahnhofsuhr auch für Armbanduhren und andere Zeitanzeiger. Die SBB und Apple haben der Mitteilung zufolge vereinbart, dass sie über die Höhe der Lizenzgebühr wie auch über weitere Einzelheiten des Übereinkommens keine weiteren Auskünfte erteilen. (dpa)

Keine Erwachsenen-Spiele im Windows Store

Microsoft gibt sich familienfreundlich und wird für den Windows Store des kommenden Windows 8 keine Apps zulassen, die eine PEGI-18-Freigabe besitzen. Nur jugendfreies Material ist erlaubt . Das klingt zunächst nicht besonders dramatisch, bedeutet aber für den Bereich der Computerspiele eine erhebliche Einschränkung. Denn mit den Windows-8-Vorgaben müssen Spiele wie "Elder Scrolls V: Skyrim", "Call of Duty", "Assassin's Creed" oder "Borderlands" draußenbleiben. Darauf wies der der Programmentwickler Casey Muratori in seinem Blog hin .

Sollten diese Vorschriften nicht noch angepasst werden, sei der Windows Store für Games nicht geeignet. Selbst das vom "PC Gamer Magazine" zum Spiel des Jahres gekürte "Skyrim" bliebe unter den aktuellen Bedingungen außen vor. Microsoft würde mit dieser Haltung gegen den Erfolg seines Online-Shops arbeiten. Denn der bleibe mit Sicherheit aus, wenn Spielefans ihre Lieblingstitel von anderen Anbietern wie Steam beziehen müssten.

Apple-Gründer Wozniak kritisiert Apple als arrogant

Steve Wozniak besitzt zwar noch Apple-Aktien, aber im Unternehmen arbeitet er schon lange nicht mehr mit. Das gibt ihm die Freiheit, seine auch kritischen Ansichten zur Unternehmenspolitik zu äußern. So auch jetzt wieder, als er sich beim Interview mit der südafrikanischen Technikseite "TechCentral" zum neu eingeführten iPhone 5 ausließ . Offensichtlich missfällt ihm die Beschränkung auf eine Einheitsgröße. Unter anderem meinte er: "Ich hätte mir gewünscht, dass Apple nicht so arrogant und mit der Haltung 'Wir sind die einzigen, die Ahnung haben' aufgetreten wäre. Ich wünsche mir, [Apple] hätte mehrere Versionen hergestellt, eine kleine und eine große Variante des iPhones." Und fügte an: "Ich glaube, Apple hat sich mit seinem 'Oh, du kannst alles mit einem Daumen erreichen' selbst ausgetrickst. Ich sehe niemanden, der Probleme damit hat, größere Bildschirme zu benutzen ."

Auch das noch:

Mehr lesen über

Verwandte Artikel