Apple Maps: Ortsmarken im nirgendwo, ganze Städte in der iCloud
Netzwelt-Ticker Apple blockiert Karten-App, Microsoft 18er-Spiele
Apples Kartendienst beim neuen Betriebssystem iOS 6 ist nicht besonders gut, das räumte Konzernchef Tim Cook ein, entschuldigte sich und riet zu Alternativen. Eine dieser Alternativen hat Apple nach wenigen Tage aus dem eigenen Download-Angebot entfernt.
Der Entwickler Kishikawa Katsumi bot mit seiner ClassicMac-Anwendung das gleiche Aussehen wie die alte Version von Apple Maps, die noch auf Kartenmaterial von Google beruhte. Am Montag erschien das Porgramm im App Store, inzwischen ist es verschwunden - es sah wohl dem Apple-Programm zu ähnlich. "Pocketnow" hatte da schon am Dienstag vorhergesehen und seinen Lesern geraten, die App so schnell wie möglich herunterzuladen, bevor sie wieder aus dem App Store verschwände . Katsumi gab sich unterdessen gleichmütig. Auf die Frage, was denn los sei, antwortete der Entwickler lakonisch: "Das ist Apples Entscheidung."
Apple bezahlt Schweizerische Bundesbahnen
Apple hat für die Gestaltung seiner Uhren-App in seinem Mobilsystem iOS eine Lizenzvereinbarung mit den Schweizerischen Bundesbahnen SBB geschlossen. Das teilten die SBB am Freitag in Bern mit. Zuvor war dem kalifornischen Konzern vorgeworfen worden, das Design der legendären SBB Bahnhofsuhr ohne Erlaubnis übernommen zu haben. Spezielles Merkmal des sogenannten "Kellenzifferblattes" ist der markante rote Sekundenzeiger, der die Form einer Signalkelle hat. Die SBB lizenzierten das Design der Bahnhofsuhr auch für Armbanduhren und andere Zeitanzeiger. Die SBB und Apple haben der Mitteilung zufolge vereinbart, dass sie über die Höhe der Lizenzgebühr wie auch über weitere Einzelheiten des Übereinkommens keine weiteren Auskünfte erteilen. (dpa)
Keine Erwachsenen-Spiele im Windows Store
Microsoft gibt sich familienfreundlich und wird für den Windows Store des kommenden Windows 8 keine Apps zulassen, die eine PEGI-18-Freigabe besitzen. Nur jugendfreies Material ist erlaubt . Das klingt zunächst nicht besonders dramatisch, bedeutet aber für den Bereich der Computerspiele eine erhebliche Einschränkung. Denn mit den Windows-8-Vorgaben müssen Spiele wie "Elder Scrolls V: Skyrim", "Call of Duty", "Assassin's Creed" oder "Borderlands" draußenbleiben. Darauf wies der der Programmentwickler Casey Muratori in seinem Blog hin .
Sollten diese Vorschriften nicht noch angepasst werden, sei der Windows Store für Games nicht geeignet. Selbst das vom "PC Gamer Magazine" zum Spiel des Jahres gekürte "Skyrim" bliebe unter den aktuellen Bedingungen außen vor. Microsoft würde mit dieser Haltung gegen den Erfolg seines Online-Shops arbeiten. Denn der bleibe mit Sicherheit aus, wenn Spielefans ihre Lieblingstitel von anderen Anbietern wie Steam beziehen müssten.
Apple-Gründer Wozniak kritisiert Apple als arrogant
Steve Wozniak besitzt zwar noch Apple-Aktien, aber im Unternehmen arbeitet er schon lange nicht mehr mit. Das gibt ihm die Freiheit, seine auch kritischen Ansichten zur Unternehmenspolitik zu äußern. So auch jetzt wieder, als er sich beim Interview mit der südafrikanischen Technikseite "TechCentral" zum neu eingeführten iPhone 5 ausließ . Offensichtlich missfällt ihm die Beschränkung auf eine Einheitsgröße. Unter anderem meinte er: "Ich hätte mir gewünscht, dass Apple nicht so arrogant und mit der Haltung 'Wir sind die einzigen, die Ahnung haben' aufgetreten wäre. Ich wünsche mir, [Apple] hätte mehrere Versionen hergestellt, eine kleine und eine große Variante des iPhones." Und fügte an: "Ich glaube, Apple hat sich mit seinem 'Oh, du kannst alles mit einem Daumen erreichen' selbst ausgetrickst. Ich sehe niemanden, der Probleme damit hat, größere Bildschirme zu benutzen ."
Auch das noch:
- Sicherheitsleck in Firefox 16 gestopft. Gestern machte die Nachricht vom Browser-Rückruf die Runde, nun haben die Mozilla-Techniker die Lücke versiegelt und den Fix mit der Version 16.0.1 ausgeliefert.
- Hacker gewinnt 60.000-Dollar-Prämie für Einbruch in Google Chrome. Dabei ist weniger die Tatsache bemerkenswert, dass Google externe Nutzer in die Fehlersuche einbindet und dafür einiges springen lässt . Viel erstaunlicher ist die Geschwindigkeit, mit der Google das erkannte Problem innerhalb von zehn Stunden behoben hatte. Da können sich Adobe, Apple und Microsoft eine Scheibe abschneiden, ganz zu schweigen von Oracle, die bei der Fehlerbehebung ein sehr viel gemächlicheres Tempo an den Tag legen .
- Wann ist die beste Zeit zum Versand von E-Mails? Nicht um fünf Uhr nachmittags. Warum das so ist, erklärt eine Infografik von "Readwriteweb" .