Apple-Sicherheitslücke: Schwede entdeckt Fehler in OS X - DER SPIEGEL
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Apple Sicherheitslücke bedroht Mac-Betriebssysteme

Über eine Sicherheitslücke im Betriebssystem OS X können Angreifer Apple-Rechner kapern. Für OS X 10.10 Yosemite ist nun ein Patch erschienen - doch für ältere Versionen sieht es schlecht aus.
Craig Federighi stellt Yosemite vor: Sicherheitslücke ist seit einigen Tagen behoben
Craig Federighi stellt Yosemite vor: Sicherheitslücke ist seit einigen Tagen behoben

Craig Federighi stellt Yosemite vor: Sicherheitslücke ist seit einigen Tagen behoben

Foto: Marcio Jose Sanchez / AP / dpa
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Der schwedische Sicherheitsexperte Emil Kvarnhammar hat die Apple-Entwickler offenbar vor eine knifflige Aufgabe gestellt: Der TrueSec-Hacker hatte im Oktober vergangenen Jahres eine schwere Sicherheitslücke im Apple-Betriebssystem OS X entdeckt und an die Entwickler in Cupertino weitergeleitet. Erst vor ein paar Tagen hat der Konzern das Problem behoben, sechs Monate nach der Entdeckung.

Die Hintertür ermöglicht, dass "jedes Nutzerkonto so weit ausgebaut werden kann, bis man Root-Rechte besitzt", schreibt Kvarnhammar in einem Blogeinrag . Das bedeutet, dass Angreifer an uneingeschränkte Rechte für den Rechner gelangen können. Die Lücke besteht offenbar schon seit mindestens vier Jahren und taucht in allen Apple-Betriebssystemen seit OS X Lion auf. Allerdings ist der Hacker erst im vergangenen Oktober auf das Problem gestoßen. Apple hat laut Kvarnhammar sechs Monate daran gearbeitet, die Sicherheitslücke zu schließen.

Die Schwachstelle ist aber nur in der Version OS X 10.10.3 behoben. Alle Nutzer, die Mavericks oder ältere Betriebssysteme installiert haben, werden von Apple laut dem Sicherheitsexperten nicht mit einem Patch versorgt. Das bedeutet: Anwendern bleibt nichts anderes übrig, als das aktuelle Betriebssystem Yosemite zu installieren, um die Schwachstelle auszumerzen.

Experte hat bewusst nach Schwachstelle gesucht

Laut Kvarnhammar sei die fehlerhafte Funktion möglicherweise eingeführt worden, damit die Systemeinstellungen leichter bedient werden können. Doch die Rechtevergabe kann eben auch missbraucht werden, da "jeder Nutzerprozess auf diese Funktion zurückgreifen" kann, schreibt Kvarnhammar. Damit könnte auch Schadsoftware mit Admin-Rechten auf dem Rechner ihr Unwesen treiben.

Der Sicherheitsexperte hat sich ganz bewusst auf die Suche nach einer Sicherheitslücke im Apple-Betriebssystem gemacht. "Ich wollte zeigen, dass OS X genauso leicht gehackt werden kann wie iOS und Android", schreibt der Sicherheitsexperte. Sein Ziel sei gewesen zu beweisen, dass jede Software ihre Schwächen besitzt, denn "Entwickler machen Fehler, und Fehler können zu Sicherheitslücken führen".

Im Mai will der Hacker seine Entdeckung auf der Security Conference in Stockholm vorstellen  und dem Publikum vorführen, wie man Schwachstellen im Code entdeckt - und dass es noch viele Sicherheitslücken zu stopfen gibt.