Apple stoppt Apps mit Zugriff auf Geräte-ID - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Apple stoppt Apps mit Zugriff auf Geräte-ID

Datenschutzinitiative von Apple soll die Privatsphäre besser wahren helfen, Pirate-Bay-Links funktionieren nicht mehr in Microsofts Messenger und Twitters Deutschland-Zentrale wird in Berlin stehen. Das und mehr im Überblick.
iPhone: Geräte-ID sollen Apps nicht mehr verwenden dürfen
iPhone: Geräte-ID sollen Apps nicht mehr verwenden dürfen

iPhone: Geräte-ID sollen Apps nicht mehr verwenden dürfen

Foto: Tobias Kleinschmidt/ dpa
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Jedes iPhone und jedes iPad hat sie, die sogenannte UDID (Unique Device Identifier). Mit Hilfe dieser Folge aus Zahlen und Buchstaben lässt sich jedes einzelne Gerät identifizieren. Vor allem für Reklamefirmen war diese UDID von großem Interesse, da viele Apps auf sie zugriffen und so die Erstellung eines detaillierten Nutzerprofils des Gerätebesitzers und damit zielgenaue Werbung erlaubten. Bis jetzt. Wie "TechCrunch" berichtet, hat Apple seine Ankündigung von vor einigen Monaten wahrgemacht und damit begonnen, neuen, zur Zulassung eingereichten Apps die Freigabe zu verweigern, wenn sie entsprechende Zugriffsrechte auf die UDID verlangen . Wer von den App-Aspiranten nun bereits an der neuen Hürde gescheitert ist, ist nicht bekannt. Mindestens ein "börsennotierte Milliarden-Multi" soll allerdings schon dabeigewesen sein. So erfreulich die Entwicklung für die Freunde der Privatsphäre auch sein mag, möglicherweise kommt die Freude etwas zu früh. Denn schon basteln Reklamefirmen an alternativen Wegen, um einzelne Geräte und damit Nutzer zweifelsfrei zu identifizieren. Bei mobilen Geräten könnte das zum Beispiel die MAC-Adresse sein, eine andere Möglichkeit bildet ein Zustimmungsverfahren, wie es von Facebook und Android genutzt wird. Hier erscheint während der Installation der App ein Dialog, bei dem der Nutzer seine Einwilligung geben muss, bevor die UDID-Speicherung zulässig ist. Brancheninsider erwarten jedoch, dass die Opt-In-Raten bei derartigen Verfahren nicht besonders hoch sein werden.

Microsoft blockiert Pirate-Bay-Links beim Live Messenger

Illegal oder nicht, diese Unterscheidung macht der Redmonder Konzern nicht, wenn es um Links im BitTorrent-Tracker The Pirate Bay geht. Microsoft hat sich jetzt der Handlungsweise vieler Internet Provider angeschlossen, die ihren Kunden den Zugang zum Angebot der Web-Seite verwehren - in der Regel jedoch auf gerichtliche Anordnung. Wer den Windows Live Messenger nutzt und dabei einen Pirate-Bay-Link verschicken will, bekommt den Hinweis: "Der Link, den Sie zu versenden versucht haben, wurde blockiert, da er als unsicher gemeldet wurde". Mit der Folge, dass die Nachricht mit dem inkriminierten Inhalt ihren Adressaten gar nicht erst erreicht. Wie "TorrentFreak" anmerkt, seien Microsofts Zensurregeln für Privatnachrichten nicht besonders einheitlich. Denn andere BitTorrent-Seiten blieben unbehelligt, selbst wenn sie denselben Inhalt böten wie The Pirate Bay. Derartige Links könnten dem jeweiligen Chat-Partner ohne Schwierigkeiten zugeschickt werden .

Facebook will Datenschutz auch für Arbeitssuchende gelten lassen

Letzte Woche machte die Nachricht von einem neuen Trend unter Amerikas Arbeitgebern die Runde . Eine zunehmende Anzahl von Chefs in spe fragt Kandidaten für eine Arbeitsstelle nach dem Passwort zu ihrem Facebook-Profil. Nun haben zwei US-Senatoren das Justizministerium zu einer Untersuchung über die Frage aufgefordert, ob ein derartiges Ansinnen ungesetzlich ist. Der demokratische Senator Charles Schumer erklärte: "Arbeitgeber haben kein Recht, Jobsuchende nach ihren Hausschlüsseln zu fragen oder ob sie deren Tagebücher lesen dürfen - warum sollten sie das Recht haben, sie nach ihrem Facebook-Passwort zu fragen und unvertretbaren Zugang zu einer Fülle privater Informationen darüber zu erlangen, was wir mögen, welche Nachrichten wir wem schicken oder mit wem wir befreundet sind?"  Erin Egan, der Datenschutzbeauftragte des Unternehmens teilte mit, ein Nutzer dürfe nicht gezwungen werden können, seine persönlichen Informationen und Nachrichten offenzulegen, nur um einen Arbeitsplatz zu bekommen. Ein Facebook-Passwort weiterzugeben oder die Offenlegung zu fordern, stelle eine Verletzung der AGB des Unternehmens dar . Egan erklärte, Facebook nehme die Angelegenheit sehr ernst: "Wir werden Maßnahmen ergreifen, um die Privatsphäre und die Sicherheit unserer Nutzer zu schützen, sei es durch die Einschaltung politischer Entscheidungsträger oder gegebenenfalls durch Einleitung rechtlicher Schritte."

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