Apple: Streaming-Angebot kommt später - DER SPIEGEL
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Gerüchte um "iRadio" Apples Streaming-Angebot verzögert sich

Neuigkeiten zu Apples Musik-Streaming-Plänen: Zwei New Yorker Zeitungen zufolge ziehen sich die Verhandlungen mit den Musikkonzernen, Apples Einstiegsangebot soll vergleichsweise niedrig gewesen sein. Starten soll der neue Musikdienst nicht vor dem Sommer.
Apple-Logo: Sechs Cent pro hundert gestreamter Lieder soll Apple geboten haben
Apple-Logo: Sechs Cent pro hundert gestreamter Lieder soll Apple geboten haben

Apple-Logo: Sechs Cent pro hundert gestreamter Lieder soll Apple geboten haben

Foto: Timothy A. Clary / AFP
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Schon seit mehreren Monaten heißt es, Apple verhandele mit den Plattenfirmen über ein Streaming-Angebot. Die "New York Post"  hat dazu jetzt erstmals konkrete Details veröffentlicht. Mit sechs Cent Gebühr pro hundert gestreamter Lieder soll Apple in die Verhandlungen eingestiegen sein, berichtet die Zeitung, ein Angebot, das auf wenig Gegenliebe stieß. Den nicht namentlich erwähnten Quellen der "New York Post" zufolge zahlt das in den USA weit verbreitete Internetradio Pandora den Firmen nämlich das Doppelte. Konkurrent Spotify soll sogar 35 Cent für hundert Streams überweisen.

Apple hat den Bericht und die Zahlen bislang nicht kommentiert, offiziell hat das Unternehmen nicht mal einen neuen Streaming-Dienst angekündigt. Es existieren lediglich indirekte Bestätigungen des Plans wie etwa Aussagen des Chefs von Sony/ATV, der im September von Verhandlungen mit Apple berichtete. Im Netz hat Apples mögliches Angebot mit "iRadio" schon seit Monaten einen Spitznamen.

Älteren Berichten, aber auch einem aktuellen Artikel der "New York Times" zufolge  plant das Unternehmen, eine App auf seinen Mobilgeräten vorzuinstallieren, die auf den Geschmack des Nutzers zugeschnittenes Musik-Streaming ermöglicht. Dies soll in Kombination mit iAds geschehen, Apples mobiler Werbeplattform für iPhones und iPod-Touch-Geräte.

Start wohl nicht vor dem Sommer

Im Artikel der "New York Times"  heißt es weiter, Apple habe ursprünglich geplant, sein Angebot bereits im Februar dieses Jahres vorzustellen, anlässlich der Grammy Awards. Dieser Plan sei jedoch an den zähen Lizenzverhandlungen mit der Musikbranche gescheitert. Derzeit sei eine Markteinführung des Streaming-Dienstes vor dem Sommer unwahrscheinlich.

Der Konkurrenzkampf auf dem Musikmarkt könnte sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen: US-Medien zufolge plant auch Googles Videoplattform YouTube ein Streaming-Angebot, starten könnte dieses ebenfalls noch 2013.

mbö