Ars Electronica: Robo-Kicker gewinnen Medienkunstpreis - DER SPIEGEL
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Digitale Medienkunst: Ars Electronica Prix 2010

Foto: Stelarc

Ars Electronica Robo-Kicker gewinnen Medienkunstpreis

Für einen Tischkicker mit Roboter-Gegner haben zwei Österreicher die "Goldene Nica" verliehen bekommen. Der wichtigste Preis für Medienkunst wurde in sieben Kategorien vergeben - auch der Chaos Computer Club wurde ausgezeichnet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Chaos Computer Club bekommt eine "Goldene Nica" der Ars Electronica in Linz. Die 34 Jury-Mitglieder der führenden Veranstaltung für Medienkunst würdigten den 1981 gegründeten CCC in der Wettbewerbskategorie "Digital Communities" für seine Erkundungen zu den "gesellschaftlichen Folgewirkungen neuer Technologien".

In der Kategorie "u19 - freestyle computing" geht die "Goldene Nica" an die Österreicher Stefan Polic und Michael Moitzi, die ein Tischfußball-System mit einem Computergegner entwickelt haben (siehe Fotostrecke). Die Kicker-Stangen für Tormann, Verteidigung, Mittelfeld und Sturm werden vom Computer gesteuert. Kameras erfassen den Ball auf dem Spielfeld ebenso wie die Bewegungen des menschlichen Gegners. Wird ein Schussbefehl gesendet, leiten acht Servo-Verstärker die gewünschte Bewegung an die jeweiligen Motoren weiter.

In der Kategorie Computer Animation / Film / VFX ging der Hauptpreis an den Kurzfilm "Nuit Blanche" des Kanadiers Arev Manoukian, der komplett auf einem herkömmlichen PC produziert wurde.

Für den diesjährigen Wettbewerb  wurden 3083 Projekte aus 70 Ländern eingereicht, die meisten in der Kategorie "u19 freestyle computing" (657), gefolgt von "Digital Musics" (615) und "Interactive Art" (562). Die Preise werden am 3. September in Linz verliehen.

ore/apn