Auf Diebeszug: Schleicher im Schatten - DER SPIEGEL
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Auf Diebeszug Schleicher im Schatten

"Thief" begründete einst ein neues Spielegenre, das seine Spannung aus Heimlichkeit und Dunkelheit bezieht. In der neuesten Auflage schleicht man möglichst unsichtbar durch die Schatten der Nacht, um die Reichen zu erleichtern, den Häschern zu entgehen und nebenbei die Welt zu retten. Was will man mehr?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Meisterdieb Garrett schlich bereits lautlos über die Bildschirme, als noch niemand an aktuelle Schleichspiel-Erfolge wie "Splinter Cell" dachte. Jetzt ist der Genre-Mitbegründer auf den PC und die Xbox zurückgekehrt. In Eidos "Thief: Deadly Shadows" schlüpft der Spieler erneut in die Rolle des mittelalterlichen Langfingers.

Wer bereits einen der ersten beiden Teile gespielt hat, wird sich in dem mittelalterlichen Szenario auf Anhieb zurecht finden. Garretts Mission ist es, in Burgen einzudringen und den Burgherren ihre goldenen Schätze zu stehlen. Natürlich darf er sich dabei keinesfalls erwischen lassen. Lautlosigkeit ist also oberstes Gebot.

In Garretts neuem Abenteuer versucht ein Geheimbund, ihn an seiner Arbeit zu hindern. Die Informationen seiner Lehrmeister und eigene Nachforschungen führen ihn in verschiedene Schlösser, Villen, Gefängnisse, Kathedralen, Kerker und Museen. Seine Gegner sind dabei neben bewaffneten Wachen und Söldnern auch heimtückische Monster. Nur wenn es ihm gelingt, einen der ältesten Schätze der Stadt zu stehlen, kann er das Unheil abwenden.

Die Schatten beispielsweise in dunklen Gassen sind seine wichtigsten Verbündeten. Lichtquellen oder gar Wachen gilt es, zu umgehen. Ein Kristall am Bildschirmrand verrät dem Spieler jederzeit, wie stark er sichtbar ist. Den offenen Kampf sollte der Spieler tunlichst vermeiden, da er in der Regel den Kürzeren zieht. Hilfreich sind Wasserpfeile, mit denen er Fackeln zum Erlischen bringt oder Blitzbomben, um störende Wachen zu blenden. Dietriche knacken selbst komplizierte Schlösser.

Fazit: "Thief: Deadly Shadow" besticht mit einer tollen mittelalterlichen Atmosphäre sowie grafischen schönen Umgebungen und Lichteffekten. Inhaltlich hat sich im Gegensatz zu den Vorgängern vergleichsweise wenig getan. Schwächen weist lediglich die Künstliche Intelligenz (KI) auf. Wachen verlieren mitunter zu schnell das Interesse an einer Verfolgung. Insgesamt bietet das Spiel in der hier getesteten PC-Version aber sehr viel Spannung. Wer gerne unerkannt durch die Gegend schleicht, sollte sich den sehr guten Titel keinesfalls entgehen lassen.

André Klohn, ddp

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