Aussetzer: Google beschuldigt China der E-Mail-Sabotage - DER SPIEGEL
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Aussetzer Google beschuldigt China der E-Mail-Sabotage

Keine Blockade, aber nervige Fehlfunktionen: Wer Google Mail vom chinesischen Festland aus nutzt, erlebt immer wieder merkwürdige Aussetzer des Dienstes. Nun erklärt Google: China stört den E-Mail-Dienst.
Google-Zentrale in Peking (März 2010): Der Online-Konzern wirft China Sabotage vor
Google-Zentrale in Peking (März 2010): Der Online-Konzern wirft China Sabotage vor

Google-Zentrale in Peking (März 2010): Der Online-Konzern wirft China Sabotage vor

Foto: Gemunu Amarasinghe/ AP
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Hamburg - Mal lässt sich die E-Mail nicht versenden, mal kann der Empfänger sie nicht als ungelesen markieren: Nutzer des E-Mail-Dienstes Google Mail auf dem chinesischen Festland hadern seit Monaten mit derart merkwürdigen Fehlfunktionen. Nun erklärt ein Google-Sprecher dem "Guardian" , dahinter stecke die chinesische Regierung.

Der Google-Sprecher sagte: "Der Fehler liegt nicht bei uns. Wir haben das sehr gründlich überprüft. Dies ist eine Regierungsblockade, die sehr sorgsam umgesetzt wurde, damit sie als Google-Mail-Fehler wahrgenommen wird."

Im Januar 2010 machte Google öffentlich, dass Unbekannte im Dezember 2009 unter anderem versucht hatten, E-Mail-Konten chinesischer Menschenrechtsaktivisten bei Google Mail auszuspionieren. Es habe gezielten Angriffe auf Googles Infrastruktur gegeben. Googles Chefjurist David Drummond sagte damals, der Angriff sei aus China erfolgt.

Google hatte daraufhin die Internetzensur der chinesische Regierung im Unternehmensblog öffentlich kritisiert. Im März 2010 verlagerte Google seine Suchmaschine für die Volksrepublik in die Sonderzone Hongkong und umging so die in Festland-China vorgeschriebene Zensur bestimmter Suchergebnisse.

lis