Australiens Satellitenbilder erhalten Creative Commons-Lizenz - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Gratis-Satellitenbild, spiegellose Canon, Microsoft-Witze

Heute im Netzwelt-Ticker: Australien veröffentlicht gratis nutzbare Satellitenbilder. In Japan wurden vier Männer wegen einer DVD-Kopier-Anleitung festgenommen. User-Frust nach Sparrow-Kauf durch Google. Sexistischer Witz oder Hex-Zufall in Microsoft-Programmcode.
Satellitenbild von Australien: Künftig werden solche Aufnahmen kostenlos verteilt
Satellitenbild von Australien: Künftig werden solche Aufnahmen kostenlos verteilt

Satellitenbild von Australien: Künftig werden solche Aufnahmen kostenlos verteilt

Foto: HO/ Reuters
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Vom jüngsten Satellitendeal zwischen Australien und den USA  sollen die Bewohner des Südkontinents direkt profitieren können: Geoscience Australia wird sämtliche über Australien aufgenommenen Satellitenbilder des Landsat-8-Programms  unter Creative-Commons-Lizenz kostenlos ins Netz stellen.

Die NASA wird voraussichtlich im Januar 2013 den Landsat-8-Satelliten ins All schießen und damit das bereits seit über 40 Jahren funktionierende Programm zur Fernbeobachtung der Erde fortführen. Australien stellt (weiterhin) Bodenstationen bereit und bekommt im Gegenzug Zugriff auf Bildmaterial und Geodaten, die der Satellit aufzeichnet.

Landsat 8 überfliegt bis zu drei Mal täglich Australien. Die vom Satelliten bei jedem Überflug aufgenommenen Bilder entsprechen einem 185 Kilometer breiten Streifen und haben eine Auflösung von 15 bis 100 Metern. Das ist zwar erheblich weniger, als man etwa von den Stadt-Nahansichten bei Googles, Yahoos oder Microsofts Kartendiensten gewohnt ist - reicht aber aus, um etwa Getreideanbau, Waldrodungen oder Stadtentwicklungen besser planen oder die Ausbreitung von Unkraut  besser kontrollieren zu können.

Zusätzlich will Geoscience Australia ein Zehn-Jahres-Archiv von älteren Satellitendaten freigeben. Ein Vorhaben für das wohl erst noch ein Rechenzentrum angemietet werden muss, um der erwarteten Nachfrage gerecht werden zu können.

Auch Daten anderer Satellitenprogramme werden längst im Netz veröffentlicht: So kann jedermann Meteosat-Daten im Netz abrufen und weiterverwenden - solange den Bildern ein Copyright-Hinweis angefügt ist .

Erste Festnahmen nach Urheberrechts-Verstößen

Japans drastisch verschärftes Urheberrechtsgesetz zeigt Wirkung: Laut der japanischen Tageszeitschrift "The Daily Yomiuri" nahmen Polizisten nun vier Mitarbeiter des Tokioter Verlags "Sansai Books" fest. Sie sollen ein Anleitungsbuch samt Programmen für das Kopieren und Überwinden von Kopierschutzmechanismen ("Rippen") angeboten haben . Den Festnahmen gingen Warnungen dreier japanischer Industrie-Organisationen voraus, in denen die Veröffentlichung des Ratgebers kritisiert wurde. Das Buch war nur ein moderater Hit: Von 18.500 gedruckten Exemplaren wurden seit Dezember 2011 nur etwa 4000 zum Stückpreis von umgerechnet elf Euro verkauft.

Zu den Festgenommenen gehören ein Verlagsmanager und die Autoren. Welche Strafen sie bei einem Schuldspruch, erwarten, ist ungewiss. Das verschärfte Urheberrechtsgesetz legt hohe Haft- und Geldstrafen für Urheberrechtsverstöße fest. Kritiker bemängeln die schwammige Formulierung und fürchten eine Kriminalisierung breiter Bevölkerungsschichten. Nach den nun erfolgten Festnahmen dürfte sich zeigen, wie das neue Gesetz von den Gerichten ausgelegt wird.

Canon kündigt erste spiegellose Systemkamera an

Foto: Canon

Als letzter der großen Kamerahersteller hat nun auch Canon einen Fotoapparat vorgestellt, der ohne Spiegelsystem auskommt, bei dem man aber dennoch die Objektive wechseln kann. Diese sogenannten Systemkameras haben den Vorteil, dass sie kleiner gebaut werden können als digitale Spiegelreflexkameras.

Das Gehäuse von Canons spiegellosem Modell EOS M fällt ähnlich klein aus wie das der Sony-Systemkameras aus der Nex-Reihe. Wie Sony bei den Nex-Modellen verzichtet Canon auf einen eingebauten Sucher, verwendet aber einen vergleichsweise großem Bildsensor (gut für Nachtaufnahmen und selektive Schärfe). Wegen der großen Sensoroberfläche fallen die Objektive größer aus als beim Micro-FourThirds-System. Canon hat zwei Objektive (ein Dreifach-Zoom und eine leichte Weitwinkel-Festbrennweite) für das neue System angekündigt, mit Hilfe eines Adapters soll man Canon-EF-Objektive an der EOS M nutzen können.

Die EOS M soll im September in Deutschland erhältlich sein, als Preis für das Paket mit dem Dreifachzoom-Objektiv empfiehlt Canon 849 Euro, im Handel dürften die Preise bald sinken. (lis)

Kompakte Kameras: Canon EOS M, G1 X, Fujifilm X-Pro1, Panasonic GF3, Sony NEXC3

Kamera Canon EOS M Canon G1 X Fujifilm X-Pro1 Panasonic GF3 Sony NEXC3
günstigster Preis Gehäuse (inkl. Objektiv) * 849 695 1599 334 449 (inkl. Objektiv)
Erhältlich Sep 12 erhältlich erhältlich erhältlich erhältlich
Maße (Gehäuse) 10,9 x 6,7 x 3,2 11,7 x 8,1 x 6,5 cm 14 x 8,2 x 4,3 cm 10,8 x 6,7 x 3,3 cm 11 x 6 x 3,3 cm
Volumen (Gehäuse), cm³ 233,69 616,01 493,64 238,79 217,8
Objektiv EF-M 18-55mm 3.5-5.6 IS STM 28 - 112 mm f/2,8, kb-äquivalent Fujifilm Objektiv XF 35 f/1,4 (53 mm kb-äquivalent) Objektiv Lumix G Vario 14 - 42 mm f/3,5 (28 - 84mm kb-äquivalent) Sony E 18 - 55mm f/3,5 - f/5,6 (27 - 83 mm kb-äquivalent)
Naheinstell- grenze 25 cm 20 cm (Weitwinkel, Makromodus) 28 cm 20 cm 25 cm
günstigster Preis Objektiv 346,87 (nur im Ausland einzeln erhältlich) fest verbaut unbekannt 188 (nur im Ausland einzeln erhältlich) -
Gewicht (Gehäuse mit Ojektiv ca. in Gramm) 508 534 587 387 419
Auflösung (Megapixel) 18 14,3 16,3 12,1 16,2
Sensorgröße (cm²) 3,31 2,618 3,68 2,25 3,75
Megapixel pro cm² 5,43 5,46 4,43 5,37 4,32
Display (Zoll Diagonale) Touchscreen, 3 Zoll, 1.040.000 Pixel dreh- und schwenkbar, 3 Zol, 920.000 Pixel, zusätzlich optischer Sucher 3 Zoll, 1.230.000 Pixel, zusätzlich optischer Hybridsucher 3 Zoll, 460.000 Pixel 3 Zoll, 921.600 Pixel
Dateiformat RAW/JPG RAW/JPG RAW/JPG RAW/JPG RAW/JPG
* günstigster Preis im deutschen Online-Handel (laut geizhals.at, Stand 23.7.2012

E-Mail-Programm Sparrow: User-Frust nach Google-Kauf

Von wegen, die E-Mail gehöre beerdigt: um sie tobt ein heftiger Kampf, eben weil sie lebendig ist, wie nie zuvor. Das mussten jetzt auch die - großteils - begeisterten Käufer des E-Mail-Programms Sparrow erfahren: Google kaufte das junge Startup und legte den Spatz auf Eis : Weil sich das Sparrow-Team bei Gmail einer "größeren Vision" zuwenden will , stehe die weitere Entwicklung des beliebten E-Mail-Programms still. Was an Sparrow gut war, soll nun in Gmail einfließen.

Was am Montag in der Netzwelt auch noch wichtig war

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