Australische Polizei nimmt mutmaßlichen LulzSec-Hacker fest - DER SPIEGEL
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Australien Polizei nimmt mutmaßlichen LulzSec-Hacker fest

Ein junger Mann soll eine Website der australischen Regierung angegriffen haben, jetzt hat die Polizei ihn festgenommen. Er bezeichnet sich selbst als führendes LulzSec-Mitglied. Ihm drohen bis zu zwölf Jahre Haft.
In Handschellen: Ein australischer Polizist führt das mutmaßliche LulzSec-Mitglied ab
In Handschellen: Ein australischer Polizist führt das mutmaßliche LulzSec-Mitglied ab

In Handschellen: Ein australischer Polizist führt das mutmaßliche LulzSec-Mitglied ab

Foto: HANDOUT/ REUTERS
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Sydney - Die australische Polizei hat am Dienstagabend einen 24-Jährigen festgenommen, der sich selbst als ein führendes Mitglied der Hackergruppe LulzSec bezeichnet. Dem Mann, der in der IT-Branche arbeitet, wird der Einbruch in ein Computer-Netzwerk vorgeworfen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Er werde verdächtigt, im April eine Website der australischen Regierung erfolgreich angegriffen zu haben. Die Polizei hat den Australier nach eigenen Angaben in seinem Büro in Sydney aufgegriffen.

LulzSec gilt als radikale Splittergruppe des bekannteren Aktivistenkollektivs Anonymous. Das Kollektiv hatte vor allem 2011 für Aufsehen gesorgt, als seine Mitglieder wie eine Art Spaßguerilla Websites und Datenbank-Server knackten. Die Liste der Opfer ist lang: Betroffen waren unter anderem die amerikanische Senderkette PBS, die Hollywood-Studios Sony Pictures und 20th Century Fox, der US-Senat und sogar die CIA. Der Name LulzSec setzt sich zusammen aus "lulz", eine Variante von "lol" - also Lacher - und "Security", also Sicherheit. Der Werbespruch im Twitter-Profil von LulzSec  lautet: "Weltmarktführer in Sachen Spitzenunterhaltung auf eure Kosten."

Nach einigen Monaten erklärte die Gruppe ihre Auflösung. Im vergangenen Jahr wurden vier mutmaßliche LulzSec-Mitglieder in den USA und zwei in Großbritannien festgenommen.

Der jetzt Festgenommene kam nach Zahlung einer Kaution vorerst wieder frei und soll im kommenden Monat vor Gericht erscheinen. Sollte er verurteilt werden, droht ihm eine Gefängnisstrafe von bis zu zwölf Jahren.

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juh/dpa/AP