Big Internet Museum: Bestandsaufnahme des Internets - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Fotostrecke

Museal: Nyan-Cat, Arpanet, Double Rainbow

Foto: The Big Internet Museum

The Big Internet Museum Web schau her

Mit dem "Big Internet Museum" versuchen sich drei Werber an einer Bestandsaufnahme des Internets. Die Idee haben sie schön umgesetzt - wäre da nicht ein grundlegendes Problem.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Nyan-Cat ist dabei, das Arpanet und Computerspiele wie Minecraft: The Big Internet Museum  zeigt mehr als 60 Exponate zum Thema Internet. Gestartet wurde die virtuelle Ausstellung von drei niederländischen Werbern. Noch mehr Exponate sollen folgen: Museumsbesucher sollen eigene Vorschläge  einreichen.

Kann das gelingen? Was dort bisher zu sehen ist, erinnert mehr an Ausstellungsstücke eines Kuriositätenkabinetts. Hier werden die technischen Grundlagen und Bedingungen des Internet und seiner spezifischen Phänomene vermischt mit Produkten und Ideen, die über das Internet verbreitet werden. Und je mehr dazukommen, desto wahlloser wird es. Am Ende stünde ein Abbild des Internets.

Stylish sieht es immerhin aus. Allerdings lässt sich trefflich darüber streiten, ob das Konzept eines Museums als Raum zur Ausstellung, Kontextualisierung und Erforschung von Gegenständen und Gedanken im Internet aufgeht - oder nicht doch ein Mitmach-Wiki die passendere Form wäre.

So zeigt ja die von ihren Besuchern veränderbare "Know Your Meme"-Datenbank  längst, wie extrem viele Internetphänomene erfüllend - und vor allem: furchtbar interessant - aufbereitet werden können. Abseitigere Netzphänomene sind in der Encyclopedia Dramatica versammelt, ebenfalls in Form eines Wikis.

ore