Blickduelle im Netz Klick, Blick, Untergang
Der Wettbewerb der tränenden Augen ist ein stiller Kampf. Was dem Torwart der Elfmeter, ist dem Blickduellanten das Jucken in der Nasenspitze, das Flattern der Gesichtsmuskeln. Wer scheitert, wer siegt, steht dabei eigentlich schon von Anfang an fest: Blickduelle sind Wettbewerbe in sozialer Dominanz. Alphatiere haben Vorteile, der Rest ist Zen, Trotz oder Selbstbeherrschung. Siegen bedeutet, ein vermeintlich unmögliches Ergebnis zu erzwingen - und zwar gegen sich selbst.
Das macht Wettbewerbe im Sich-Gegenseitig-Anstarren zu Erlebnissen, die uns mitunter an die primatische Substanz gehen. Im Blickduell wird die soziale Hackordnung offenbar. Zu verlieren bedeutet da auch, Dinge über sich zu erkennen, die man vielleicht gar nicht wissen will: Tut mir Leid, liebes Ego, zu mehr als zum Mittelfeld hat es leider nicht gereicht.
Zum Glück kann man eine dermaßen tierische Disziplin vorab dann auch entsprechend trainieren - mit einem Tier zum Beispiel. Nicht, dass das die Sache unbedingt leichter macht:
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Man sieht: Die Sache kann auch Spaß machen - zumal sie im Web skurrile Blüten treibt. Anstarr-Wettbewerbe sind ein echtes Trendthema, natürlich immer schön videodokumentiert. Schauen Sie SPIEGEL ONLINE auf den nächsten Seiten ganz tief in die Augen. Und bitte: nicht lachen!
Werbe-Duell - Aug in Aug mit Jessica Alba
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Das ist eine Übung für Anfänger: Jessica Alba wirbt mit sympathisch debilem Blick für ein Wettportal. Aber ist ein flirtender Blick überhaupt beim Blickduell erlaubt? Oder gilt dieser üble Trick nur an der Bar?
Blickduell mit den Muppets - Danimal vs. Animal
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Die amerikanische Rockband OK Go ist berühmt für kreative Musikvideos, die sich wie ein Lauffeuer durchs Internet verbreiten: OK Go tanzen mit Pudeln , mit dem Zeitraffer , mit literweise Farbe und einer riesigen Rube-Goldberg-Maschine , mit Laufbändern und natürlich mit sich selbst . Aber sie lassen es sich auch nicht nehmen, bei den Webby Awards mit dem Tier aus der Muppet Show ein episches Blickduell (um Geld) zu beginnen.
Ein fast aussichtsloses Duell. Denn die Muppets, das hätten OK Go wissen müssen, haben Erfahrung mit Blickduellen. Schon im Abspann der Folge 411 tritt eine Klaus-Mueller-Figur gegen einen Baum an - und gewinnt.
32 Minuten ohne Blinzeln - Der deutsche Blickduell-Großmeister
32 Minuten und zehn Sekunden lang blickt Toby aus Bremerhaven in die YouTube-Kamera und blinzelt kein einziges Mal. Zweiunddreißig Minuten, eine großartige Leistung, die man wohl nur mit viel Training erreichen kann: Man sieht, es gibt noch ambitionierte junge Leute, die etwas Sinnvolles tun, statt wie viele Altersgenossen dieses Großmeisters ihre Lebenszeit bei "World of Warcraft" zu verplempern. Manche von denen blinzeln allerdings auch nicht.
Nager-Anger: Wer regiert das Rattenreich?
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Tiere sind die besseren Starrer. Eingefroren, mit eisernem Willen tragen sie Statusprobleme direkt im Schlafzimmer aus. Und im Flur. Und im Käfig. Und manchmal sogar händchenhaltend (Min. 2:44).
Mona Lisas Zauberblick: Freestyle-Blickduell im Museum
YouTube-Bastler Henzilla27 liebt die Videomontage - und das Understatement. Seinem Blick hält Mona Lisa stand, nicht aber dem Blick des Zuschauers. Hübsch. Und ein bisschen mysteriös.
Mit Dackelblick und kalter Schnauze
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In Basset Roscoes traurige Augen wird niemand länger als 20 Sekunden blicken können, ohne von der grundlegenden Traurigkeit der Welt, der unerträglichen Süße des Moments und trügerischem Kuschelbedürfnis überwältigt die Augen schließen zu müssen. Und sie wieder zu öffnen. Wohl wissend, dass das das Ende ist.
So geht es nicht: Das Zwinkern danach
Wer sich ein Instant-Erfolgserlebnis abholen will, sollte es mal mit Alfihartkor04 aufnehmen. Klick, gewonnen!