Brenn-Service: Teure Tracks aus der Drogerie - DER SPIEGEL
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Brenn-Service Teure Tracks aus der Drogerie

Die Drogeriekette dm versucht sich mit einem seltsamen Misch-Modell am Online-Musikverkauf. Auf der Webseite des Unternehmens kann man Stücke auswählen und kaufen - die fertig gebrannte CD holt man dann im Laden ab.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Schnäppchen sehen anders aus. Wer im Webangebot von dm  beispielsweise die vorgefertigte Mix-CD "Mix it" kaufen möchte, zahlt eine Grundgebühr von 2,99 Euro, und zusätzlich für gut Abgehangenes wie Queens "We will Rock You" 1,25 Euro, für "Love Shack" von den B-52's sogar 1,45 Euro.

Bei der Konkurrenz kosten die gleichen Stücke je 4 Cent mehr (musicload.de) beziehungsweise je 99 Cent, also deutlich weniger (iTunes). Bei beiden muss man die Musik hinterher selbst auf CD brennen - dafür aber nicht in einen Drogeriemarkt marschieren, um die heruntergeladene Musik dort abzuholen. Und keine Grundgebühr zahlen - eine CD mit zehn Stücken kostet bei dm leicht 16 Euro oder mehr.

Das Geschäftsmodell setzt also vermutlich auf Kunden, die keinen CD-Brenner besitzen, oder aber gerne auf eine von dm zur Verfügung gestellte Covervariante mit Herzchen, Geburtstagskuchen oder Weihnachtsbaum zurückgreifen möchten. Alternativ lässt sich auch ein eigenes Foto als Cover auf die Seite hochladen. 200.000 Stücke stehen laut dm derzeit zur Auswahl.

cis/dpa