Browser-Alternative: Opera, zehnter Akt, fast fertig - DER SPIEGEL
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Browser-Alternative Opera, zehnter Akt, fast fertig

Schneller, schöner, mehr Funktionen: Seit Mittwoch steht die Version 10 des norwegischen Web-Browsers Opera als Vorab-Software zum Herunterladen bereit. Die auf Handys sehr beliebte WWW-Software soll jetzt auch auf dem Desktop durchstarten.
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Es hat lange gedauert, bis aus Opera 10 eine Beta wurde. Vor gut einem halben Jahr, Anfang Dezember 2008, stellte das norwegische Unternehmen eine Alpha-Version der Software zum Testen ins Netz. Alpha, das heißt immer auch "anfassen auf eigene Gefahr". Software die sich in einem so frühen Stadium der Entwicklung befindet sollten nur abenteuerlustige Naturen ausprobieren. Trotzdem fand schon diese Variante viele Freunde. Die jetzt veröffentlichte Beta soll dagegen bereits so stabil laufen, dass sie für jedermann tauglich ist. Und das Ausprobieren kann interessant werden, denn Opera verspricht einige Neuerungen.

Das betrifft zunächst einmal die Oberfläche. Hier hat der Designer Jon Hicks seiner Kreativität freien Lauf gelassen. Gegenüber der noch aktuellen Version 9.6 hat sich die Optik schon deutlich verändert. Trotzdem hat der Gestaltungsexperte vor, auch noch die übrigen Elemente der Software zu überarbeiten. "Was derzeit in der Beta-Version zu sehen ist, ist lediglich ein momentaner Zwischenstand, und die endgültige Benutzeroberfläche wird in der finalen Version von Opera 10 zu sehen sein", sagt Hicks.

Doch das Design muss auch hier den Funktionen folgen. Und da hat sich Opera bemüht, gegen den Trend, der da verheißt, man könne immer und überall schnell im Web surfen, die Geschwindigkeit zu verbessern. Mag sein, dass die Motivation hierfür in den nur schlecht vernetzten Weiten Norwegens zu finden ist.

Engpässe bei der Bandbreite soll demnach der Opera Turbo beseitigen helfen, eine Kompressionstechnologie, die mehr aus schlappen Verbindungen herausholen soll, indem sie die übermittelten Daten zu kompakten Paketen schnürt. Eine Demonstration dieser Funktion über eine Handyverbindung in der SPIEGEL-ONLINE-Redaktion zeigte vielversprechende Performance-Steigerungen.

Bis zu 40 Prozent schneller

Bei sogenannten Tabbed Browsing enthalten die einzelnen Tabs jetzt kleine Vorschaubilder der jeweiligen Web-Seite. Außerdem wurde die als Speed Dial bezeichnete Funktion, die Schnellstarttasten für häufig besuchte Seiten auf der Startseite des Browsers anzeigt, erweitert. Sie kann jetzt nicht mehr mit nur vier, sondern mit bis zu 25 Symbolen befüllt werden. Gerade auf großen Bildschirmen macht das Spaß.

Die Leistung des Browsers soll laut Opera durch Optimierungen zudem derart gesteigert worden sein, dass Online-Anwendungen wie Google Mail oder Facebook um bis zu 40 Prozent schneller ablaufen.

Darüber hinaus sind das integrierte E-Mail-Programm, die Rechtschreibprüfung und das Programmierer-Tool Dragonfly überarbeitet worden. Ganz neu hinzugekommen ist eine automatische Update-Funktion sowie ein "Crash-Reporter", der bei Abstürzen Informationen über den aufgetreten Fehler an Opera senden soll.

Die neue Vorabversion von Opera 10 steht auf der Web-Seite des Herstellers als kostenloser Download für Windows-Betriebssysteme, Mac OS X und Ubuntu-Linux  bereit. Einen Veröffentlichungstermin für die Endversion hat das Unternehmen noch nicht genannt, deutet aber die zweite Jahreshälfte 2009 als angepeilten Zeitraum an.

mak

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