Browser: Google rät zu Chrome statt Opera - DER SPIEGEL
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Browser-Warnhinweis Google schüchtert Opera-Nutzer ein

Bitte nutzen Sie Google-Produkte! Wer Googles Blogger-Dienst mit dem falschen Browser aufruft, sieht einen Warnhinweis. Man solle bitte Chrome nutzen, schreibt Google und verschweigt die offiziell unterstützten Konkurrenzprodukte. Ist das eine Warnung oder Eigenwerbung?
Werbende Google-Warnung: Der US-Konzern drängt Blogger zur Chrome-Installation
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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ruft man die Website von Googles Blog-Plattform Blogger mit dem Browser Opera auf, erscheint eine interessante Warnmeldung. Google behauptet, dass "einige Bereiche von Blogger" nicht funktionieren, wenn man den beliebten Browser des unabhängigen norwegischen Herstellers nutze. Google fordert die Besucher auf: "Verwenden Sie bei Problemen Google Chrome". Britische Nutzer sehen diesen Warnhinweis auch, wie The Register  berichtet.

Neben Firefox (Google finanziert die Mozilla-Stiftung seit Jahren durch einen Werbevertrag) ist Opera einer der letzten großen unabhängigen Browser-Anbieter. Google führt Opera-Browser nicht auf seiner Liste offiziell unterstützter Software. Allerdings heißt das nicht zwangsläufig, dass "einige Bereiche" einer Website gar nicht mehr funktionieren, wie Google in seiner Warnung vor unerwünschten Browsern behauptet. Welche Teile des Angebots mit Opera nicht funktionieren, hat Google auf Anfrage nicht beantwortet - wir konnten keine Fehlfunktionen feststellen.

Es fällt unangenehm auf, dass Google ausschließlich die Installation seines eigenen Browsers Chrome empfiehlt. Immerhin unterstützt Google offiziell nach wie vor Firefox, Safari und einige Versionen des Internet Explorers. Warum wird nur der eigene Browser erwähnt? Es handelt sich ja nicht um einen Werbeplatz, sondern um einen Warnhinweis. Der sollte Nutzer neutral informieren statt sie auf Google-Produkte hinzuweisen.

Opera ist Druck von amerikanischen Konzernen gewöhnt: Microsoft sperrte Opera-Nutzer vor vielen Jahren vom Dienst MSN aus, später wurden bestimmte Angebote aus dem Microsoft-Netz an Opera-Browser in veränderter Form ausgeliefert.

lis