Buch-Digitalisierung: Verlagsgruppe verklagt Google - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Buch-Digitalisierung Verlagsgruppe verklagt Google

Der Streit um Googles Buch-Digitalisierungsprojekt geht in eine neue Runde. Eine französische Verlagsgruppe bringt die Suchmaschinisten nun vor Gericht - wegen angeblicher Verstöße gegen das Urheberrecht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Streit um Bücher im Internet hat die französische Verlagsgruppe La Martinière Google wegen "Fälschung" und Verletzung des Urheberrechts verklagt. Wie das Unternehmen in Paris bekanntgab, reichte es am Dienstag vor einem Pariser Gericht Klage gegen die Betreiber der Internet-Suchmaschine und deren französische Tochterfirma Google France ein.

Hintergrund ist Googles groß angelegte Kampagne zum Digitalieren ganzer Bücher, die online zugänglich gemacht werden und eine riesige digitale Bibliothek bilden sollen. Die Nutzer der Suchmaschine sollen Zugang zum Volltext der Werke erhalten, deren Urheberrechtsschutz abgelaufen ist. Daneben können sie Auszüge aus urheberrechtlich geschützten Werken einsehen. Google will weiter Bücher einscannen, solange es dem Unternehmen vom jeweiligen Verlag nicht explizit untersagt wird. Auch US-Verleger hatten immer wieder gegen das Vorhaben protestiert.

Zur Gruppe La Martinière zählen der französische Verlag Le Seuil, Delachaux und Niestlé in der Schweiz sowie der Münchener Knesebeck Verlag und das US-Buchhaus Abrams.

cis/AFP/dpa