Bundesregierung im Netz: Weit unter Weltniveau - DER SPIEGEL
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Bundesregierung im Netz Weit unter Weltniveau

Mit der Internet-Präsenz der Bundesregierung ist bisher nicht viel Staat zu machen. Bei einem internationalen Vergleich fiel das von Kanzler Schröder zur Chefsache erklärte Projekt "BundOnline 2005", mit dem Bundesbehörden zu Dienstleistern im Datennetz werden sollen, schon in der ersten Runde durch.
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Die von der Bertelsmann-Stiftung und der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton durchgeführte Studie untersuchte "E-Government"-Strategien von 60 Regierungen und Kommunen auf vier Kontinenten. Den Deutschen bescheinigen die Tester "Riesensprünge" im Internet, bemängeln aber wenig nutzerorientierte und kaum zu echter Partizipation geeignete Netzangebote. "Da war tote Hose", resümiert ein Beteiligter.

Unter die besten zwölf brachte es als einziger deutscher Internet-Auftritt die Website www.hamburg.de. Der Hinweis, dass deutsche Ämter weit unter Weltniveau im World Wide Web werkeln, kommt dem Kanzler ungelegen. Schröder wollte diesen Donnerstag bei einem "21stCentury Literacy Summit" in Berlin, zu dem sich auch AOL-Chef Steve Case und der spanische Ministerpräsident José María Aznar angekündigt haben, mit Erfolgen bei der digitalen Revolution glänzen. Erst vergangene Woche hatte Innenminister OttoSchily (SPD) einen 79-Seiten-Bericht voller Erfolgsmeldungen zum Stand der Verwaltungsmodernisierung vorgestellt. Nach einem zweijährigen Rechtsstreit hat sich der Bund von einer privaten Firma immerhin die Rechte an der Adresse www.deutschland.de gesichert. Zur CeBit-Messe soll dort ein erweitertes Angebot präsentiert werden.

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